Aktuelle Pressemitteilungen 2022

Pressemitteilungen

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Sharkproject zeichnet mexikanischen Forscher Edgar Mauricio Hoyos Padilla als „Shark Guardian“ aus

Zürich, 21. April 2022

In Anerkennung seines jahrzehntelangen Engagements in der Forschung zu Haien und ihren Lebensräumen, verleiht die international tätige Artenschutzorganisation Sharkproject ihre höchste Auszeichnung, den Titel "Shark Guardian", in diesem Jahr an den mexikanischen Forscher, Dr. Edgar Mauricio Hoyos Padilla. Anlass dafür sind sowohl seine unermüdliche wissenschaftliche Arbeit zum Schutz der Großen Weißen Haie als auch sein internationales Engagement zur Erforschung und Bewahrung der Lebensräume und Wanderwege von Haien.

Hoyos Padilla‘s langjähriger Einsatz für den Haischutz ausgezeichnet
„Hoyos Padilla hat die Auszeichnung ganz besonders verdient. Seinem jahrzehntelangen persönlichen Engagement, bedeutenden Forschungsergebnissen und Publikationen gebühren große Anerkennung. Zusätzlich hat sich unser Preisträger über viele Jahre als vertrauenswürdiger Kooperationspartner im In- und Ausland hervorgetan“, betont Sharkproject-Präsident Alexander Smolinsky. Seit 1998 sind Haie und ihre Lebensräume die Grundlage der Forschungsprojekte von Hoyos Padilla. Als Mitglied des wissenschaftlichen Komitees zahlreicher Meeresschutzgebiete in Mexiko widmet er sich den Forschungsschwerpunkten Aufwuchsgebiete, Fortpflanzung, Bewegungsmuster, Habitat-Nutzung, sowie Ökologie und Verhalten von Haien.

Zusätzlich ist Hoyos Padilla als international geschätzter Vortragender und aus den Medien als öffentlichkeitswirksamer Botschafter zum Schutz der Haie bekannt. In den letzten Jahren hat Hoyos Padilla circa 300 Vorträge für Schülern, Studenten und Erwachsene in Mexiko und vielen anderen Ländern gehalten. „Es ist eine große Ehre, diese internationale Auszeichnung zu bekommen. Sie gebührt meinem ganzen Team und wird der großartigen Natur und dem Haischutz in Mexiko weitere Aufmerksamkeit bringen. Es besteht ein klarer Auftrag weiterzuarbeiten, denn die Haie sind heute weltweit mehr vom Aussterben bedroht als je zuvor“, so Hoyos Padilla, der auch Direktor und Mitbegründer der gemeinnützigen Meeresschutzorganisation „Pelagios Kakunjá“ ist.

Auszeichnungen und wissenschaftliche Publikationen
Im Laufe seiner Karriere hat Hoyos Padilla bereits mehrere Auszeichnungen für seine Arbeit zur Erhaltung und zum Schutz von Haien erhalten. Unter anderem: “Mexican Leader” (Leaders of the Future Club), “Golden Diver” (Cozumel Scuba Festival), “Researcher of the Year” (Fins Attached) und “Sea Hero” (Zeitschrift Scuba Diving). Außerdem hat er 62 wissenschaftliche Artikel, Handbücher für Verfahren in Meeresschutzgebieten und ein Buch über den Weißen Hai veröffentlicht. Er leitete die Modernisierung des Aktionsprogramms zum Schutz der Großen Weißen Haie in mexikanischen Gewässern. Als wissenschaftlicher Berater unterstützte Hoyos Padilla mehrere Dokumentarfilme, u. a. für National Geographic, Discovery Channel, Japan Underwater Films, IMAX, Natural History New Zealand und den mexikanischen TV-Sendern Canal 11 und Televisa.

Weltweiter Ansprechpartner für Haiforschungsprojekte
Hoyos Padilla ist in Mexiko Mitglied des staatlichen Forschungsrates „Sistema Nacional de Investigadores“. Von der mexikanischen Stadt La Paz ausgehend, fungiert er seit vielen Jahren als Ansprech- und Kooperationspartner für nationale und internationale Forschungsprojekte (z. B. Guadalupe Island, Cedros Island, Natividad Island, Benitos Islands, Golf von Kalifornien, Revillagigedo Archipelago, Playa del Carmen, Cancun und Isla Mujeres (Mexiko), Clipperton (Frankreich), Coco Island (Costa Rica), Malpelo (Kolumbien), Los Roques (Venezuela) und British Virgin Islands (Großbritannien).

Die Auszeichnung „Shark Guardian“ von Sharkproject
Seit 2004 vergibt die international tätige Meeres- und Artenschutzorganisation Sharkproject den Award "Shark Guardian". Ausgezeichnet werden damit Personen, die mit international herausragenden Leistungen zum Schutz von Haien und ihren Lebensräumen beigetragen haben. Zu den renommierten bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Forscherin Adi Barash (2019), der Schauspieler Leonardo DiCaprio (2015) sowie der ehemalige Präsident der Republik der Malediven, Mohamed Nasheed (2012).

Zusätzlich zum "Shark Guardian" vergibt Sharkproject bei Bedarf auch einen Negativ-Preis, den "Shark Enemy". Dieser kommt zum Einsatz, wenn Einzelpersonen oder Unternehmen die internationalen Hai-Populationen durch ihre Handlungen besonders gefährden. 2017 wurde etwa das Transportunternehmen FedEx mit dem Shark Enemy-Award "ausgezeichnet", um auf den inzwischen in vielen Ländern verbotenen Transport von Haifischflossen durch das Unternehmen hinzuweisen. Der "Shark Enemy" 2022 wird im Herbst 2022 bekannt gegeben.

Ältere Mitteilungen 2022

Letzte Chance: StopFinningEU sammelt noch bis 31. Januar 2022 eine Million Unterschriften für Haiflossenhandelsverbot

Zürich, 14. Januar 2022

Bereits 630.000 Unterstützer für EU-Bürgerinitiative, Mindeststimmen in 7 Ländern erreicht. Die EU-Bürgerinitiative „Stop Finning - Stop The Trade“ hat mit 630.000 Unterschriften mehr als die Hälfte ihres Ziels erreicht. Bis Ende Januar 2022 müssen insgesamt eine Million Unterstützungserklärungen eingehen, damit die Initiative Erfolg hat. Mit Österreich ist es gelungen, in den notwendigen sieben Ländern die Mindestzahl zu erreichen. Sharkproject ist seit Beginn Partner der Initiative, die gemeinsam den Haiflossenhandel in der EU einschränken wollen.

Seit 2020 kämpft die EU-Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ für ein Verbot des Haiflossenhandels in der Europäischen Union. Ziel ist es, die „Fins Naturally Attached“-Verordnung auszubauen, um den Export, Import & Transit loser Haiflossen zu verbieten. Dafür braucht es eine Million Unterschriften.


Bis 31. Januar können wahlberechtigte EU-Bürger auf der Webseite der EU https://eci.ec.europa.eu/012/public/ unterschreiben.
Nach wie vor schlachten Fischer Haie oft nur für ihre Flossen. Meist werden den Haien auf See die Flossen abgetrennt und ihre Körper zurück ins Meer geworfen, wo sie qualvoll ersticken. Haiflossen sind ein lukratives Geschäft: Die Fischindustrie verschifft sie gerne nach Asien. Dort werden sie von Wohlhabenden als Haiflossensuppen verspeist. Dieses brutale Morden gefährdet Hai-Arten auf der ganzen Welt und damit das gesamte Ökosystem.


„Die EU ist die weltweit größte Haifangnation und damit Teil eines brutalen Haiflossenhandels, durch den jedes Jahr 3.500 Tonnen Haiflossen nach Asien exportiert werden. Damit geht ein völlig sinnloses und grausames Haischlachten einher, das nicht nur die Meereslebewesen, sondern auch uns Menschen bedroht. Denn stirbt das Ökosystem Meer, gehen damit auch der Großteil der globalen Sauerstoffproduktion verloren. Mit „Stop Finning – Stop the Trade“ können wir diese Machenschaften einen Riegel vorschieben. Ich bitte Sie, unterschreiben sie noch heute und setzen Sie diesem Treiben gemeinsam mit uns ein Ende“, sagt Jasmin Finger, Sharkproject Germany.