Wir leben in einer Welt voller Plastik. Das Problem? Wir werden es nicht mehr los!

Ozeane voll von Plastik

Plastik zersetzt sich. Je nach Produkt kann das schon mal mehrere hundert Jahre dauern. Aber aufgepasst; Plastik löst sich nicht auf, es zersetzt sich „nur“ in sogenanntes Mikroplastik. Kleinste Teilchen, welche letztendlich in unseren Gewässern, Flüssen und Ozeanen landen. 

Jährlich landen mehr als 8 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen.

Die Konsequenz? Wir müssen etwas tun.

Für einen sinnvollen Umgang mit Plastik und ein ausgeglichenes Ökosystem ist ein Umdenken nötig.

Wir Konsumenten können unseren Umgang mit Plastik ändern. Und damit auch der Industrie den Anstoß geben, ökologische Alternativen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Plastik bedeutet:

  • Schutz der (marinen) Ökosysteme
  • Schonung der Ressourcen
  • Abbau der weltweiten Müllberge
  • Schutz der persönlichen Gesundheit

Den Durchblick zu behalten, ist nicht leicht. Das Thema ist komplex. Aber jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten. Es geht nicht um wie viel, sondern darum, den ersten Schritt zu tun.

Wir haben eine kleine Sammlung von Tipps und Tricks, wie man Schritt für Schritt einen eigenen ökologischen Fußabdruck hinterlassen kann.

Plastik intelligent einsetzen. Auf Wiederverwendbarkeit und langanhaltende Nutzungsmöglichkeiten achten. Vor dem Entsorgen (und Vergrößern des Müllbergs) allfällige andere Einsatzmöglichkeiten andenken.

Stichwort: Lifehack

 

Frei nach dem Motto:

Verringern. Wiederverwenden. Wiederverwerten.

Wichtige Links

Küste gegen Plastik e.V. hat die Replace Plastic App entwickelt, um gezielt die Konsumentenwünsche nach Alternativen für Plastikprodukte an die Industrie weiterzuleiten.

Der BUND Einkaufsratgeber "Mikroplastik – Die unsichtbare Gefahr"
www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/bund-einkaufsratgeber-mikroplastik

Code Check – eine App, die via Barcode Scan (bedenkliche) Nähr- und Inhaltsstoffe anzeigt. Ein Einkaufsratgeber für die Hosentasche: www.codecheck.info

Einkaufsratgeber wie zum Beispiel von Greenpeace helfen, unterwegs die Übersicht zu behalten.

Werde zum Gewässerretter! Müll melden. Clean-Up organisieren. Müll entfernen und korrekt recyclen.
Tu Gutes und rede darüber! Per Mausklick.

Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozean-forschung Kiel hat einen kompakten Flyer zum Thema "Plastikmüll im Meer – Fragen und Antworten" herausgegeben, welcher dort auch bestellt werden kann.

TIPPS ...

FÜR EINSTEIGER

  • Vorratsgläser statt Plastikdosen
  • Einkaufskorb oder -tasche statt Einwegplastiktüte
  • Spülbürsten aus Holz und Naturfasern statt Plastikbürsten
  • Mehrwegglas statt Plastik bei Milch, Joghurt, Säften usw.
  • Holz- oder Bambus-Geschirr statt Einwegplastik-Geschirr
  • TIPP! Taschen, Beutel, Netze immer griffbereit haben.
  • Trinkhalme aus Edelstahl, Glas, Papier, Bambus statt Plastikhalme
  • Mehrwegflaschen statt PET-Einwegflaschen
  • Glasflaschen und Gläser für Ketchup, Senf, etc.
  • Gemüsenetze und Brotbeutel statt Plastiksäckchen
  • Wattestäbchen aus Papier und Bio-Baumwolle
  • Boxen und Flaschen aus Edelstahl für unterwegs statt PET & Co.

FÜR UMSTEIGER

  • Gemüse und Obst unverpackt kaufen
  • Spenderbox statt folierte Taschentücherpacks
  • Leitungswasser konsumieren – für Kohlensäureliebhaber den Bubblemaker benutzen
  • Seifenstücke im Karton statt Flüssigseife im Beutel
  • Recyclingprodukte (z.B. Alufolie oder Spülschwämme) statt der herkömmlichen Produkte kaufen
  • Zahnbürsten aus Holz oder Bambus mit Borsten aus nachwachsenden Rohstoffen statt Plastik
  • Waschmittel, Putzmittel, Spülmittel von biologischen Herstellern kaufen
  • Eigenen "Coffee-to-Go"- Becher mitnehmen
  • Doppelt und dreifach verpackte Artikel vermeiden
  • Kosmetika, Drogerieartikel ohne Mikroplastik erwerben

FÜR AUSSTEIGER

  • Bienenwachstücher statt Alu- oder Frischhaltefolie
  • Beim Kleidungskauf auf nicht-syntetische Produkte achten – beim Waschen gelangen Mikro(plastik)fasern in der Wasserkreislauf!
  • Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements digital statt Printausgaben
  • Haushaltsessig statt Weichspüler
  • Waschsoda statt Toilettenreiniger
  • Öl und Toilettenpapier statt Feuchttücher
  • Unverpackte Ware in eigene Behälter füllen lassen
  • Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln
  • Kleidung und Artikel aus recyceltem Meeresmüll erwerben
  • z.B. www.bureo.co
    www.ecoalf.com
    www.karuneyewear.com

Plastik in Kosmetik- und Drogerieartikeln

TIPP! Einfach unkompliziert. Sobald Begriffe wie Acrylat, Poly oder Nylon erscheinen, steckt Plastik drin.

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Nylon-6
  • Nylon-12
  • Polyacrylate (PA)

Noch einfacher erkennbar mit dieser App https://www.beatthemicrobead.org/

  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylene Glycol (PEG)
  • Polyethylene Terephtalate (PET)
  • Polymethyl Methacrylate (PMMA)
  • Polypropylene (PP)
  • Polypropylene Glycol (PPG)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane
  • Silsequioxane