(c) Franz Hajek, Christine Gstöttner

Sieben-Punkte-Plan für die Rettung der Ozeane

08.06.2021

Kritik von Naturschützern zum UN-Tag der Meere: „Die EU trägt zentrale Mitverantwortung an der Überfischung und Vermüllung der Meere“

München / Zürich / Brüssel, 3. Juni 2021. Zum Tag des Meeres der Vereinten Nationen am 8. Juni fordern die Naturschutzorganisationen Pro Wildlife und SHARKPROJECT mit einem Sieben-Punkte-Plan die EU auf, ihrer Verantwortung zum Schutz der Meere gerecht zu werden. „Die EU ist maßgeblich an der Überfischung und Vermüllung der Ozeane beteiligt. Doch nun hat die EU einen Green Deal versprochen und erarbeitet derzeit ihre Biodiversitätsstrategie“, so die Biologin Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Dr. Iris Ziegler von SHARKPROJECT ergänzt: „2021 ist ein Schicksalsjahr für den Meeresschutz: Auf wichtigen Konferenzen zur Biodiversität und zur Fischerei stellt die EU jetzt die Weichen, wie ernst sie den Schutz der marinen Artenvielfalt nimmt.“

Sharkproject International

Seven-Point-Strategy for saving the oceans

08.06.2021

Critique by conservationists for UN World Oceans Day: „The EU has a central responsibility for overfishing and for marine litter pollution”

Munich / Zurich / Brussels, 3. June 2021. On the occasion of the UN World Oceans Day on 8 June the conservation charities Pro Wildlife and SHARKPROJECT call on the European Union to follow a Seven-Point-Strategy in order to meets its responsibility to protect the seas: “The EU is a significant player for overfishing and polluting the oceans. But now the EU has promised its Green Deal and is finalizing its Biodiversity Strategy”, states biologist Dr Sandra Altherr with Pro Wildlife. Dr Iris Ziegler, SHARKPROJECT, adds: “2021 is a fateful year for marine protection: At key conferences on biodiversity and fisheries the EU will set the course, whether or not it takes protection of marine biodiversity seriously.”

Sharkproject International

30.03.2021

Zürich, Berlin, Wien, 30. März 2021 – Mit einem offenen Brief wendet sich die international tätige Meeres- und Artenschutzorganisation Sharkproject an den Präsidenten und an alle Regierungsmitglieder der Republik Malediven.

In dem Brief, der direkt an den Präsidenten und die diplomatischen Vertretungen der Malediven übermittelt wird, zeigt sich Sharkproject äußerst besorgt darüber, dass Regierungsmitglieder der Republik Malediven öffentlich erwägen, das für den gesamten Inselstaat seit 2010 geltende Verbot des Handels mit Haiprodukten und eine 90.000 km2 große Haischutzzone aufzulassen.

Die Artenschutzorganisation fordert den Präsidenten der Malediven, Ibrahim Mohamed Solih, und alle öffentlichen Einrichtungen des Inselstaates auf, den Schutz der vom Aussterben bedrohten Haie weiterhin sicherzustellen, verstärkt zu kontrollieren und sogar auszubauen.

Dazu Alexander Smolinsky, Präsident von Sharkproject International: „Wir dürfen nicht zulassen, dass aus kurzfristigen und rein kommerziellen Interessen der Fischfang auf die weltweit vom Aussterben bedrohten Haie auf den Malediven wieder erlaubt wird.“

Schon bisher gab es auf den Malediven regelmäßig Verstöße gegen das bestehende Fangverbot. „Wenn das Fangverbot auf Haie nun offiziell in Frage gestellt oder abgeschafft wird, sind nicht nur die Haie, sondern die gesamte Unterwasserwelt und das biologische Gleichgewicht an den Riffen der Malediven in Gefahr. Das würde auch direkte Auswirkungen auf die für die Malediven so wichtigen Tourismuseinnahmen haben“, so Smolinsky.

Die Fischereiministerin der Malediven, Zaha Waheed, hat kürzlich öffentlich erklärt, dass es auf den Malediven intensive Gespräche darüber gibt, das für Haie geltende Fischereiverbot aus kommerziellen Gründen aufzuheben.

Das hat weltweit zu Sorge und Empörung unter Umweltschutzorganisationen und auch bei Tourismusveranstaltern geführt. Schließlich sind die Haie nicht nur für die Biodiversität der Meere und die Gesundheit der Riffe essentiell, die lebendige Unterwasserlandschaft ist auch einer der Publikumsmagneten der Malediven. Der Tourismus ist mit circa 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) Haupteinnahmequelle des Inselstaates.

Smolinsky: „Jeder lebendige Hai bringt den Malediven nachweislich ein Vielfaches an Einnahmen als ein toter. Das Fangverbot abzuschaffen, wäre daher nicht nur ein großer Schaden für die Tiere und die Umwelt – für die Malediven wäre es auch wirtschaftlicher Unfug.“

Eine von führenden Meeres- und Artenschutzorganisationen und Tourismusplattformen unterstützte Online-Petition an die maledivische Regierung hat binnen weniger Stunden bereits weltweit tausende Unterstützer gefunden und kann weiterhin hier unterzeichnet werden: http://chng.it/yrrfV7NfXr

„Wir rufen die Politik sowie alle zuständigen Institutionen und engagierten Einzelpersonen weltweit auf, auf das maledivische Fischereiministerium direkt und indirekt über die Botschaften, Konsulate und Tourismusbüros einzuwirken und sicherzustellen, dass der Haischutz auf den Malediven ausgebaut und nicht abgeschafft wird“, so Smolinsky abschließend.

Open Letter to the Government of the Maldives EN

Offener Brief an die Regierung der Malediven DE

15.02.2021

An analysis of the Marine Stewardship Council’s policy on shark finning and the opportunity for adoption of a ‘Fins Naturally Attached’ policy in the MSC Fisheries Standard Review

Executive Summary Analysis

1. Shark finning and MSC’s stated “Zero Tolerance Approach”
2. Commercial fishing and finning as major threats to shark populations
3. Review of existing legislation: Weaknesses in ratio-based approaches
4. Review of existing legislation:
Why “Fins Naturally Attached” is acknowledged as the only effective
means of preventing finning
5. Review of MSC’s requirements for the assessment and
surveillance of shark finning
6. Do existing MSC requirements reflect a ‘zero tolerance’ approach to shark finning?
7. The current Fisheries Standard Review:
An opportunity to make FNA a certification prerequisite
8. MSC public consultation in 2020 demonstrated broad support from stakeholders for the introduction of a Fins Naturally Attached policy
9. Evaluating arguments against Fins Naturally Attached
10. Conclusion
11. Authors’ recommendations: What MSC should do as part of the Standard Review to prevent shark finning to continue in MSC-certified fisheries?

Annex: Background on MSC, its objectives and potential impact

08.02.2021

Erfolg für Sharkproject & Co.: Spanien und Portugal schützen Makohai

Spanien und Portugal, bislang die schwarzen Schafe beim Haischutz in Europa, kündigen Maßnahmen zum Schutz des bedrohten Makohais an und verbieten den Fang und die Anlandung in ihren Häfen. Trotzdem ist das Überleben dieser bedrohten Hochseeart im Atlantik höchst ungewiss. Weitere gesamteuropäische und internationale Schritte zum Schutz des Makohaies sind aus Sicht der Artenschutzorganisation Sharkproject dringend notwendig. Sharkproject fordert Portugal daher auf, sich im Rahmen seiner aktuellen EU-Ratspräsidentschaft in ganz Europa und weltweit für den Haischutz einzusetzen.

 

08.02.2021 – Sharkproject und viele andere Meeres- und Artenschutzorganisationen setzen sich seit Jahren für den Schutz des im Atlantik bedrohten Kurzflossen-Makohaies ein. Jetzt wurde in Spanien und Portugal ein gemeinsamer Erfolg errungen: Im Jänner 2021 hat die spanische Regierung angekündigt, die Anlandung des bedrohten Kurzflossen-Makohaies aus dem Nordatlantik komplett zu verbieten und die Fangquote für 2021 auf null zu setzen. Inzwischen folgte auch Portugal diesem Schritt.

Dazu Dr. Iris Ziegler, Leiterin „International Cooperations“ bei Sharkproject: „Dies ist ein wichtiger Schritt von Spanien und Portugal für die Rettung des kurz vor dem totalen Zusammenbruch stehenden Makohaibestandes im Nordatlantik und zum Schutz der Meere und der Haie allgemein. Wir fordern Marokko, das bei der Fangmenge nach Spanien an zweiter Stelle liegt, auf, sich ein Beispiel an diesen beiden Ländern zu nehmen und den Fang und die Anlandung von Makohaien ebenfalls einzustellen.“

Weiters muss aus Sicht von Sharkproject verhindert werden, dass in Kürze im Südatlantik eine ähnlich dramatische Situation beim Haibestand herrscht, wie dies im Nordatlantik bereits der Fall ist. „Wir fordern daher alle Mitgliedsstaaten der ICCAT (Internationale Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik) auf, sich rasch dem Beispiel Spaniens und Portugals anzuschließen und den Fang im südlichen Atlantik ebenfalls zu verbieten“, so Ziegler weiter.

Dazu Alexander Smolinsky, Präsident von Sharkproject International: „Die riesigen Fischfangflotten Spaniens und Portugals haben in den vergangenen Jahrzehnten die Haibestände im Nordatlantik beinahe ausgerottet und sind mit über 60 Prozent des Fangs maßgeblich für die dramatische Situation des Makohaies verantwortlich. Jetzt senden Spanien und Portugal ein wichtiges Signal an die EU, endlich gesamt-europäisch und international aktiv zu werden. Wir hoffen, dass Portugal seine derzeitige EU-Präsidentschaft dafür nutzen wird, damit es hier endlich zu Verbesserungen kommt“.

Makohaie sind auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) und damit als vom Aussterben bedroht gelistet. 2019 wurden sie in den Appendix II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen. Spanien und Portugal erfüllen nun ihre Verpflichtung gemäß der CITES-Bestimmungen zum Schutz der Makohaie. Die EU-Delegation hat jedoch noch im November 2020 gegen eine Annahme des von Kanada, Senegal, Großbritannien, Taiwan und Gabun eingebrachten Vorschlags für ein sofortiges Anlandeverbot gestimmt und diesen auf internationaler Ebene verhindert.

Dr. Iris Ziegler: „Leider stellt die EU nach wie vor die Fischereiinteressen einzelner Mitgliedsstaaten über die Notwendigkeit des Meeresschutzes und des Artenschutzes. Mit der Weigerung ein generelles Anlandeverbot von Makohaien zu unterstützen und umzusetzen, missachtet die EU seit Jahren wissenschaftliche Erkenntnisse und die Empfehlungen von Experten und Expertinnen sowie Meeresschutz-Organisationen“.

09.02.2021

Bürgerinitiative „Stop Finning EU„ läuft noch bis 31. Oktober

Aktuell läuft die EU-weite Bürgerinitiative „Stop Finning EU“, die den Handel mit Haifischflossen in der Europäischen Union verbieten will. Das „Finning“, bei dem den Haien die Flossen auf offener See abgetrennt werden und die Haikörper ins Meer entsorgt werden, ist in der EU zwar grundsätzlich verboten. Dennoch werden aber jedes Jahr über eine Million Haie gefangen, nur um ihre Flossen nach dem Anlanden abtrennen und nach Asien verkaufen zu können. Dort werden sie in Form von Suppen verspeist. Die Bürgerinitiative will ein generelles Handelsverbot für Flossen erwirken. Bereits über 160.000 EU-Bürgerinnen und Bürger haben die Initiative unterschrieben. Die Unterstützung ist noch bis 31. Oktober 2021 möglich: https://eci.ec.europa.eu/012/public/#/screen/home

Spendenkonto Sharkproject International
IBAN: AT09 2011 1828 2116 7301
BIC: GIBAATWWXXX

04 Jan 2021

International Cooperation in UK als Antwort auf den „Call for Evidence“

Nachdem über 115.000 Briten letztes Jahr eine parlamentarische Petition unterzeichnet hatten und so ein Importverbot für Haifischflossen gefordert haben, hat nun das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft im Vorfeld der Verhandlung über ein solches Verbot im Parlament eine öffentliche Beweissammlung durchgeführt. DEFRA bat daher um Hinweise und Belege zum Ausmaß des Handels mit Haifischflossen in Großbritannien und welche Auswirkungen ein solches Verbot auf bedrohte Haiarten weltweit aber auch auf die national und international an diesem Geschäft beteiligten Akteure hätte.

Ebenso wie viele andere Umweltschutzorganisationen hat sich auch SHARKPROJECT an diesem Aufruf beteiligt und eine entsprechende Eingabe zur Bedeutung von Handelsverboten für den internationalen Haischutz eingereicht.

Dazu muss man wissen dass Finning noch immer nicht weltweit verboten ist und selbst dort wo es verboten ist die existierenden Regelungen oftmals unvollständig sind und zahlreiche Schlupflöcher aufweisen unter denen Finning weiterhin erfolgen kann.

Und schließlich ist selbst dort wo eigentlich die strengsten Regelungen ohne Ausnahme vorschreiben dass alle Haie samt ihrer Flossen auf natürlicher Weise am Körper befindlich angelandet werden müssen – so wie in der EU – gibt es wenig Informationen zur tatsächlichen Einhaltung dieser Vorschrift. Da die Überwachung und Kontrollen auf See aber auch in den Häfen in den meisten EU Mitgliedsstaaten immer noch sehr niedrig sind und für Fangaktivitäten der EU im Indischen Ozean oder Pazifik komplett fehlen bedarf es hier auch noch wesentlicher Verbesserungen – vor allem für alle Fänge außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone der EU.

Daher ist bis heute bei vielen Flossenlieferungen nicht sichergestellt ob diese Flossen auf legale Weise gewonnen wurden und zudem werden oftmals Flossen von geschützten Haiarten in den legalen Flossenlieferungen verborgen und bleiben so meistens unentdeckt, obwohl der Handel mit diesen eigentlich verboten ist.

Der Erlass eines Handelsverbotes für Haifischflossen in Großbritannien, nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und der wiedergewonnenen Entscheidungshoheit bezüglich bei der Regulierung des Handels, bietet sich die einmalige Chance, dass Großbritannien als erstes Land in Europa ein solches Importverbot für Flossen (und idealerweise ein komplettes Handelsverbot) beschließt und so eine Führungsrolle im Meeresschutz einnimmt. Dies wäre eine Trendwende in Europa mit positiven Auswirkungen auf internationaler Ebene.

Und so könnte Großbritannien hier mit gutem Beispiel für die EU und andere Länder vorangehen, dem hoffentlich auch andere Länder dann folgen werden.

Wir begrüßen diesen mutigen Schritt Großbritanniens zum Wohle der Meere und hoffen dass das Verbot möglichst bald Wirklichkeit wird.

Following the successful parliamentary petition signed by more than ….

UK citizens to ban the import of shark fins into the UK, the Department for Environment, Food & Rural Affairs has moved ahead calling for input and evidence. This call covered a series of questions to better understand the impact and effects such a ban could have on shark populations, national and international players participating in the shark fin business and Great Britain’s role in this prior to the proposed change in legislation being debated in Parliament.

Amongst many other stakeholders from the NGO community SHARKPROJECT has filed a submission highlighting the importance of trade bans in controlling and enforcing existing finning bans and conservation measures for sharks, both within Europe and internationally. Firstly, finning is still not globally prohibited, mostly inadequately implemented with substantial loopholes existing, and compliance is generally not or sketchily controlled.

Even those regions, like in the EU, where the ban is implemented applying the strongest existing regulations, requesting that all sharks must be landed with their fins still naturally attached to the body of the animal, monitoring of compliance with this regulation at sea and at port is generally low in most EU member states and basically non existing for EU’s far distance fleet. Therefore, both the origin of fins and whether those have been harvested legally or by finning can’t be ensured for most shipments. Furthermore, fins from protected species have often been hidden within legal shipments remaining undetected despite being traded illegally.

Therefore, a trade ban on shark fins in Great Britain, now that the United Kingdom has broken away from the EU and free to decide on such issued independent from EU regulations, might provide a unique opportunity for the UK to be the first country in Europe to impose such a ban for the trade of fins and thereby step up as a champion for the ocean, starting to change the tide also in Europe. And hopefully thereby could also act as a role model for other countries and the EU to follow the British example.

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ICCAT

2021 wird ein weiteres düsteres Jahr für Makos im Atlantik werden, in dem der schnellste Hai im Meer der bereits heute von der IUCN Roten Liste weltweit als vom Aussterben bedroht eingestuft ist, im Atlantik weiterhin ohne irgendwelche Fangquotenbegrenzung angelandet und vermarktet werden darf. Denn die diesjährige Kommissionssitzung der Internationalen Vereinigung zum Schutz der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) geht auch dieses Jahr wieder ohne Einigung für ein Anlandeverbot im Norden und zumindest eine Fangmengenbegrenzung im Süden zu Ende. Und das trotz der massiven Intervention vieler Umweltschutzorganisationen die auch seitens des verantwortungsvollen Einzelhandels unterstützt wurden. Insgesamt weit mehr als 50 Organisationen haben im Verlauf der mehrwöchigen, schriftlichen Verhandlungen mehrfach ihre Unterstützung für den einzigen wissenschaftlich fundierten Vorschlag ausgesprochen, den Kanada als Mitgliedsstaat eingebracht hatte und dessen Forderungen so vom Wissenschaftlichen Komitee (SCRS) des ICCAT bereits 2017 und erneut in 2019 empfohlen worden waren – aber bereits in der Vergangenheit an der Intervention der EU und der USA scheiterten. Während Senegal, Großbritannien, Taiwan, Gabun und auch Norwegen sich diesen Forderungen anschlossen, verhinderten die EU und die USA leider erneut deren Annahme – wohlgemerkt mit unterschiedlichen Gegenvorschlägen, die jeweils den eigenen kommerziellen Interessen aus dem Geschäft mit dem Mako Rechnung tragen, und nicht zum Ende der Überfischung und einem Wiederaufbau des Bestandes im Nordatlantik führen würden.

Das ist wirklich enttäuschend, und umso mehr in Anbetracht der Proklamation einer „blue transformation“ und „green deals“ von der Europäischen Union, die aber offensichtlich hinter den nationalen Fischereiinteressen aus Spanien und Portugal zurückstehen müssen. Jetzt wird die Entscheidung also auf Juli 2021 vertagt … aber ob sich dann eine Einigung erzielen lässt hängt ganz davon ab, ob und wie die Delegationen sich diesmal im Vorfeld abstimmen werden und ob die EU und die USA endlich willens sein werden den eindeutigen wissenschaftlichen Empfehlungen zu folgen, anstatt eigene Interpretationen der wissenschaftlichen Ergebnisse und Berechnungen vorzugeben um auf den eingenommen Positionen verharren zu können. Und solange geht die Überfischung weiter – ohne Limits und mit fatalen Langzeitfolgen für diese Bestände. SHARKPROJECT setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass jetzt endlich etwas geschieht und dass endlich auch seitens der Bundesregierung Unterstützung für den Kurzflossenmako kommt.

Closing statement to the Plenary from SHARKPROJECT International:
The roll over of Rec 19-06 into 2021 results in overfishing of mako sharks to continue

MSC

Das Ökolabel MSC lehnt die Beteiligung von Beobachtern aus der Gruppe der zwischenzeitlich weit über 75 Unterzeichner aus dem Meeresschutz und dem Handel bei seinen internen Beratungen zum Thema Finning ab!

In seiner Antwort an die Unterzeichner des „offenen Briefes“ hat das Marine Stewardship Council (MSC) die weitere Beteiligung der Interessensvertreter an der Erarbeitung von Vorschlägen für eine neue Standardanforderung jetzt kategorisch abgelehnt; und das obwohl seine veröffentlichen Richtlinien eine solche Teilnahme an den internen Beratungen eigentlich vorsehen und die Vertreter der Fischerei nach wie vor hierzu eingeladen werden. Ein enttäuschender Rückschlag für die seitens des MSC vielfach proklamierte Darstellung zu Transparenz und Beteiligung aller Interessensvertreter! Scheinbar will man „Fins Naturally Attached“ (FNA) als Mindestanforderung für die Zertifizierung von Fischereien, die Haie entweder gezielt jagen oder als Beifang fangen, wohl lieber hinter verschlossenen Türen fortsetzen und dann die Meeresschützer und Interessensvertreter nächstes Jahr lieber vor (fast) vollendete Tatsachen stellen, über die sie dann irgendwann in 2021 formal nochmal debattieren dürfen, aber keine neuen Vorschläge mehr einbringen können, anstatt sie jetzt tatsächlich an der Erarbeitung eventuell geänderter Standardanforderungen zu beteiligen. Eingeführt werden sämtliche Änderungen dann aber frühestens in 2025 und können somit erst ab 2030 oder auch noch später zu tatsächlichen Verbesserungen auf dem Meer führen – vorausgesetzt, dass dann endlich FNA als Mindestanforderung eingeführt wird. Insgesamt wieder einmal eine sehr enttäuschende Antwort vom bekannten Ökolabel für nachhaltigen Fisch, zumal FNA weltweit als einzig wirkungsvolle Maßnahme anerkannt ist um Finning tatsächlich aufzudecken und zu verhindern. Dadurch verpasst das MSC erneut eine Gelegenheit seine „Null Toleranz“ Politik gegenüber Finning auch tasächlich umzusetzten und nicht immer nur darüber zu sprechen …

Open Letter ICCAt October, 2020

„Sharkproject hat gemeinsam mit 37 Meeresschutzorganisationen und der MIGROS die Internationale Kommission zum Erhalt der atlantischen Thunfischbestände (ICCAT) aufgefordert endlich wirksame Schutzmaßnahmen für den vom Aussterben bedrohten (IUCN Rote Liste) Kurzflossenmakohai umzusetzen und ein sofortiges Anlande- und Vermarktungsverbot für diese CITES App.II gelistete Haiart im Atlantik einzuführen – und zwar ohne jegliche Ausnahmen. Jetzt heißt es #MakeOrBreak4Mako damit diese besonders von Überfischung betroffene Haiart im Atlantik nicht bald ausgestorben sein wird“

„It’s #MakeOrBreak4Mako. Sharkproject and 37 other NGOs, retailers, and wholesalers have submitted a statement to the International Commission for the Conservation of Atlantic Tuna (ICCAT) urgently requesting the introduction of effective conservation measures for this endangered (IUCN red list) shark species. ICCAT must implement an immediate retention ban in the Atlantic for this CITES App. II listed species – without any exceptions. Otherwise this vulnerable shark species may soon become extinct in the Atlantic“

Joint Position Statement for ICCAT 2020:
An Emergency Call for Shortfin Mako Sharks in the Atlantic

Joint Opening Statement for Panel 4
Welcoming Canada’s Proposal for an Immediate Retention Ban for Shortfin Mako Shark in the North Atlantic and a Science Based TAC in the South Atlantic.

NGO letter to EU Commisioner Virginijus Sinkevičius

09.09.2020

Mr. Virginijus Sinkevičius,
European Commissioner for Environment, Oceans and Fisheries

Subject: Bycatch of Protected Shortfin Mako Sharks – Urgent Need to Act

Dear Commissioner Sinkevičius,
It is clear that the impacts of COVID-19 have presented challenges to regional fisheries management organizations (RFMOs) in conducting meetings and addressing important conservation and management issues in 2020. In the case of the International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas (ICCAT), it has led to the cancellation of its annual commission and science (SCRS) meetings.
[…]

Sharkproject International

Call for independent and comprehensive investigation into human rights abuses in the convention area of the WCPFC fishery.

Observers play a crucial role in ensuring that fishing takes place legally, sustainably, to regulations established by national and international authorities and conventions. However, observers on tuna and other industrial vessels are vulnerable at sea because they have an an obligation to report illegal activities such as shark finning and the retention of protected species, and the data they collect can affect stock assessments, access and certification processes, leaving them potential targets for intimidation and abuse.

PDF download (english)

Pressemitteilung FINAL Shark Finning Policy letter

04.02.2020

Pressemitteilung vom 4.2.2020

Umweltschutzorganisationen, Händler und Wissenschaftler fordern das Marine Stewardship Council (MSC) in Anbetracht der weltweiten Bedrohung der Haipopulationen dazu auf dringend Maßnahmen zu ergreifen, um das „Finning“ von Haien in MSC-zertifizierten Fischereien zu beenden und zukünftig proaktiv zu verhindern. Die Unterzeichner des Briefes an den MSC verlangen eine „Fins Naturally Attached“ Verordnung als Voraussetzung für die Zertifizierung einzuführen. Zudem müsse die Einhaltung einer solchen Verordnung sichergestellt werden.

Sharkproject International

Press Release Stop Finning — Stop the Trade

03.02.2020

Press Release
SHARKPROJECT supports the demands of the European Citizens‘ Initiative „Stop Finning – Stop the Trade“ to end the shark fin trade in the European Union (EU). The collection of signatures has started on February 1st, 2020 and will last for one year until one million votes have been gathered overall from at least seven EU member states.
[…]

Sharkproject International

Pressemitteilung Stop Finning — Stop the Trade

03.02.2020

Pressemitteilung
SHARKPROJECT unterstützt die Forderung der EU Bürgerinitiative „Stop Finning – Stop the Trade“ mit dem Ziel den Haiflossenhandel in der Europäischen Union zu beenden. Seit dem 1. Februar 2020 können EU Bürger für diese Initiative ihre Stimme abgeben und haben dafür insgesamt ein Jahr Zeit, um insgesamt eine Million Stimmen aus mindestens sieben EU Mitgliedsstaaten zu sammeln.
[…]

Sharkproject International

Media

Pressemitteilung Stop Finning

Düsseldorf, 19.01.2020

Sharkproject fordert ein Ende des Handels mit Haiflossen in Europa! Mit einer europäischen Bürgerinitiative soll die Politik nun zum Handeln gebracht werden. Alle EU-Bürger sind ab dem 01.02.2020 aufgerufen, ihre Stimme für den Schutz der Haie abzugeben.
[…]

Sharkproject International

Press Release Stop Finning - Stop the Trade

Düsseldorf, 19.01.2020

Sharkproject demands an end to the trading of shark fins in Europe! With an European Citizens‘ Initiative politics are called to action. From 01.02.2020 onwards we ask all EU Citizens to cast their vote for the protection of sharks.
[…]

Sharkproject International

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