Photo: Jan Bierwirth

Petition: Importverbot Haiprodukte

Auf Initiative von Gallifrey Foundation, KYMA sea conservation & Sharkproject: Petition in der Schweiz

  • Das wird vom Schweizer Parlament gefordert: ein Importverbot für Hai- und Rochenprodukte in der Schweiz
  • In Österreich gibt es bereits ein Importverbot für Haiprodukte
  • Es gibt eine aktuelle Studie von not-for-profits ElasmOcean and Stop Finning Deutschland zu den Gesundheitsrisiken, die von Hai- und Rochenprodukten ausgehen kann, wenn man sie isst

Der Import von Hai- und Rochenprodukte in die Schweiz muss gestoppt werden! Genau das fordert eine Petition, initiiert von Gallifrey Foundation, KYMA sea conservation und Sharkproject. Die Petition ist im Herbst 2025 gestartet und läuft weiterhin. Dass ein solches Importverbot existieren kann, das zeigt sich in Österreich. Dort gibt es seit 2024 ein Importverbot für Haiprodukte.

Hier geht’s direkt zur Petition! 

Gründe für ein Importverbot

Neue Studie: Gesundheitsrisiken für Menschen

Neben Überfischung, Beifang oder der Klimaerwärmung ist der Handel eine Gefahr für Haie und Rochen. Hai- und Rochenprodukte werden weltweit importiert, exportiert und in Form von verschiedenen Produkten verkauft. Am bekanntesten ist wohl dieses Produkt: die so genannten “Schillerlocken” (als Speisefisch) – das ist der Bauchlappen von Dornhaien.

Eine neue Studie von ElasmOcean, Stop Finning Deutschland und Gallifrey hat gezeigt, dass der Verzehr von Haiprodukten gesundheitsschädlich sein kann. Dafür haben die Organisationen laut der Studie in Proben von Haifleisch hohe Werte an gesundheitsschädlichen Stoffen gefunden – insbesondere Methylquecksilber. Mehr Infos zur Studie von ElasmOcean, Stop Finning Deutschland und Gallifrey gibt es hier.

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Artenschutz von Haien, Rochen und Ökosystem Meer

Neben dem Gesundheitsaspekt bedeutet ein Importverbot von Hai- und Rochenprodukten in der Schweiz auch aktiven Artenschutz für Haie und Rochen und damit auch Schutz des Ökosystems Meer. Denn: Haie und Rochen spielen eine große Rolle im Ökosystem Meer. Warum und wie? Dazu gibt es in diesem Blogbeitrag mehr Infos!

Hier geht’s direkt zur Petition!

Stellungnahme von Roger, Landesvorsitzender Sharkproject Switzerland

Ein Importverbot, das sämtliche Hai- und Rochenprodukte umfasst, ist notwendig. Konsumenten müssen die Sicherheit haben, keine Produkte zu konsumieren, die mit Quecksilber belastet sind und von Haien oder Rochen stammen. Obwohl der Import von Hai- und Rochenprodukten in die Schweiz global gesehen gering ist, können die Gefahren, die für die Gesundheit der Verbraucher bestehen, nicht ignoriert werden. Ein relativ geringes Importvolumen bedeutet, nebenbei bemerkt, auch, dass keine wirtschaftlichen Argumente gegen ein Importverbot sprechen. Schliesslich ist ein Importverbot ein wichtiges Signal der Schweiz für den Schutz gefährdeter Hai- und Rochenpopulationen. Die Schweiz hat 2017 ein vergleichbares Importverbot für Seehundprodukte erlassen.

Ein Blick auf unser Nachbarland Österreich zeigt, dass ein Importverbot für Haiprodukte möglich und mit internationalen Verträgen vereinbar ist. In der Schweiz sollten wir jedoch dem Beispiel von Panama folgen und ein Importverbot für die gesamte Gruppe der Elasmobranchier, also Haie und Rochen, erlassen. Rochen sind genauso durch Fischerei und Handel bedroht wie Haie. Dieser Schritt würde das Engagement der Schweiz für die Förderung der Biodiversität und Verringerung der Ausbeutung der Meere stärken, wie sie in der Schweizer Maritimen Strategie festgelegt wurde.

Dein Ansprechpartner Roger Bischof

Bei Fragen oder Anmerkungen zu diesem Blogpost kannst Du Dich gerne direkt an Roger von SHARKPROJECT wenden.

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