19. Oktober 2012 admin

Weiterer Erfolg gegen Haiknorpelpulver

Selten erhielten wir so viele Mitteilungen aus der Bevölkerung wie seit September. Vielen Informierten war aufgefallen, dass die Vitafort GmbH aus Bad Kreuznach ganzseitig in Fernsehzeitschriften ihr Produkt „Haimobilan“ bewarb:

Die Anzeigen erinnerten stark an die Bewerbung in Österreich, die vor einigen Wochen durch SHARKPROJECT erfolgreich bekämpft werden konnte. Die „Apotheker-Gattin Elfriede Moser“ sah der österreichischen Namensvetterin (die angeblich auch einen Apotheker geheiratet hat) nicht ähnlich, hatte aber die gleichen positiven Erfahrungen gemacht (behauptete jedenfalls die Werbung).

Auch der „62jährige Taxifahrer/Chauffeur Franz Leitner“ hatte seine Optik inzwischen verändert und den Ort der Berufausübung von Wien nach Westdeutschland verlegt – ansonsten die gleiche Werbung mit denselben Heilversprechen.

SHARKPROJECT hat hiergegen einen Anwalt mandatiert. Dieser hat das Unternehmen aufgefordert, die Werbung einzustellen, weil diese (wettbewerbs- und europarechtlich verboten) konkrete Heilerfolge verspricht. Dies ist nur bei Arzneimitteln erlaubt (die dann allerdings als solche zugelassen sein müssen, was u.a. den medizinischen Nachweis voraus setzt, dass der versprochene Heilerfolg mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt). „Haimobilan“ kann aber nur als Nahrungsergänzungsmittel in den Verkehr gebracht werden – und für jene sind Heilversprechen unzulässig.

„Haimobilan“ hat nunmehr durch die beauftragte Anwältin zusichern lassen, die Werbung für das Produkt für Deutschland mit sofortiger Wirkung einzustellen. Wir werden dies strikt beobachten. Aber über den Erfolg der anwaltlichen Aufforderung sind wir schon mal sehr zufrieden.

Weiterhin wird aber noch zu klären sein, welche Inhaltsstoffe „Haimobilan“ tatsächlich hat: Der von SHARKPROJECT beauftragten österreichischen Anwaltskanzlei gegenüber hatte der dortige Vertrieb schriftlich ausgesagt, das Produkt enthalte keine Haibestandteile, sondern sei rein chemisch hergestellt. Die deutsche Vertriebsgesellschaft Vitafort ließ durch die Anwältin (faktisch unvereinbar) an unseren Anwalt jetzt schreiben, es liege ein Gutachten vor, dass „Haimobilan“ tatsächlich verkehrsfähigen Haiknorpel enthalte. Immerhin stand in der deutschen Werbung im Kleingedruckten, der Haiknorpel werde aus bereits aus anderem Grund getöteten Haien gewonnen, was demnach einer sinnvollen Nutzung entspreche.

Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen – wir werden weiter berichten.

 

 

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