17. Januar 2019 .he

„Vom Stochern in der Asche“ – Douglas Adams bei Sharkproject

Bild: Anne Voges / SHARKPROJECT

Es gibt eine Geschichte aus meiner Jugend, die mich nie losgelassen hat, weil ich sie einfach nicht verstand. Erst nach vielen Jahren fand ich heraus, daß es die Geschichte der Sibyllinischen Bücher war. zu diesem Zeitpunkt hatten sich alle Einzelheiten der Geschichte in meiner Erinnerung verändert, aber die wesentlichen Bestandteile waren unverändert geblieben. Nachdem ich ein Jahr lang einige der gefährdeten Lebensräume der Welt erkundet habe, glaube ich die Geschichte endlich verstanden zu haben.

Douglas Adams


So beginnt das Nachwort des Autors Douglas Adams (1952-2001) in seinem Buch „Die Letzten ihrer Art“, das gemeinsam mit Mark Carwadine auf mehreren spannenden Reisen zu aussterbenden Tierarten entstand. „Vom Stochern in der Asche“ ist ein Märchen, in dem eine alte Frau, eine arrogante Stadt und anfänglich 12 Bücher vorkommen.

Uns hat diese Geschichte zu einer Kampagne inspiriert – „Ausgestorben ist für immer“. Unwiderbringlich Verlorenes hat einen unermesslichen Wert, den man leider oftmals erst schätzt, wenn der Verlust bereits eingetreten ist. Dies gilt auch und gerade für aussterbende Arten von Lebewesen.

Bild: Oskanov/canstockphoto / SHARKPROJECT

Bild: Oskanov/canstockphoto / SHARKPROJECT

Zur Kampagne haben wir mit freundlicher Genehmigung des Wilhelm Heyne Verlags (Verlagsgruppe Random House) dieses Märchen „Vom Stochern in der Asche“ als Sonderedition in ein handliches Buch gedruckt.

Dieses Buch geben wir gegen eine Spende an unserem Infostand ab – so lange der Vorrat reicht.

Auf unserer Kampagnenseite haben wir bereits erklärt, warum „Ausgestorben ist für immer“ etwas beschreibt, das uns immer mehr ’normal‘ vorzukommen scheint, auch wenn es ‚falsch an sich‘ ist. Tierarten sterben aus. Aktuelle Schätzungen der IUCN gehen davon aus, dass fast 30 Prozent der untersuchten 96.951 Tier- und Pflanzenarten weltweit bedroht sind – so das ernüchternde Fazit der aktuellen Roten Liste, die am 14. November 2018 von der Weltnaturschutzunion IUCN veröffentlicht wurde. Wir sind Mitglied der IUCN.

„Die Letzten ihrer Art“ von Douglas Adams

Die Reisen von Douglas Adams sind interessant entstanden: die BBC wollte ein Reisetagebuch mit ihm auflegen, nachdem er den seltenen AyeAye-Lemur auf Madagaskar über den WWF besucht hatte. Man sagte ihm, er möge mit dem Zoologen Mark Carwadine weitere solche Reisen vornehmen: Sie nahmen eine große Weltkarte, und Douglas steckte einen Pin an jeden Ort, den er gerne mal besuchen wollte, und Mark einen Pin dahin, wo gefährdete Tierarten waren – und dann wurde aus den Orten mit zwei Pins eine Reise gemacht. Das hieraus resultierende Buch „Die Letzten ihrer Art“ hat viele Leser nachhaltig beeindruckt und ist auch im Kreis der SHARKPROJECT-Aktiven die Urkeimzelle gelebten Artenschutzes gewesen. Wer dieses Buch liest und dann kein Artenschützer ist, hat weder Herz noch Verstand.

In unserer Sonderedition „Vom Stochern in der Asche“ ist auch die Liste der 81 Haiarten abgedruckt, die aktuell auf der Roten Liste der IUCN gelistet sind. Unter den 10 auf oberster Stufe „vom Aussterben bedrohten“ Arten sind Katzen- und Engelhaie vertreten, die 22 Arten „stark gefährdet“ führen u.a. den Walhai und mehrere Hammerhaiarten auf, und zwischen den übrigen Arten, „gefährdet“, befinden sich quasi alle weiteren prominenten Arten, angeführt vom Großen Weißen Hai über den Longimanus hin zum Dornhai. Fuchshaie, Heringshaie, Katzenhaie und auch der Riesenhai und einige Makos stehen auf der Liste.

Das Thema aussterbender Haie betrifft uns unmittelbar. SHARKPROJECT wird es nicht tatenlos geschehen lassen, dass Haie aussterben. Dafür sind wir angetreten – und dafür kämpfen wir weiter!

Denn: Ausgestorben ist für immer!

Ausrisse: SHARKPROJECT / Oskanov/canstockphoto / Anne Voges / Heyne Verlag/Random House

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