18. August 2015 admin

Travemünder Haitage 2015 – sie haben verstanden!

(c) SHARKPROJECT

2014 veranstalteten Fietsche Fischer und Hein Mück die „Travemünder Haitage“ als Familienveranstaltung im Travemünder Brügmanngarten. Leider wurde in diesem eigentlich schönen Umfeld ein Heringshai zum Verzehr angeboten, was uns von SHARKPROJECT auf den Plan rief. In einem veritablen Shitstorm via facebook haben wir und unsere Mitstreiter den Veranstaltern deutlich gemacht, dass das „kulinarische Angebot eines Hais zum Verzehr“ nicht tolerabel ist – sowohl aus Gründen des Artenschutzes als auch vor dem Hintergrund der Ernährungsgesundheit.

Zu unserer Begeisterung reagierten die Veranstalter sofort und luden uns damals vom Fleck weg ein, bei der diesjährigen Ausgabe unsere Botschaft im Rahmen der Haitage 2015 auszubreiten – sie haben verstanden, dass „Haitage“ auch ein Forum sein können, etwas für den Schutz dieser Tiere zu tun.

Versprochen ist versprochen. Wir waren von 14. bis 16. August 2015 vor Ort.

Ausriss (c) LN/Lübecker Nachrichten

Ausriss (c) LN/Lübecker Nachrichten

Gemeinsam mit dem Meereszentrum Fehmarn hat SHARKPROJECT informiert und sensibilisiert für die Gefahren, die vom Menschen für das Meer ausgehen. Oft (wie hier) aus Unwissenheit, gar nicht aus Böswilligkeit. Was für die Tiere keinen Unterschied macht. Über 5.000 Besucher aus Lübeck und dem Umland erlebten eine tolle Veranstaltung.

(c) SHARKPROJECT

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Unser Team wurde äußerst herzlich von Fietsche Fischer (alias Eiko Zöllner-Quanz) und Hein Mück (alias Marco Büttner), den Gründern und Organisatoren der Haitage, begrüßt – mit dem ambitionierten Ziel: „Wir mache Travemünde Hai frei!“ Wobei hierdurch der Hai auf jeder örtlichen Speisekarte gemeint ist. Verköstigt wurde ausschließlich lokaler Fisch, und auch auf Schwertfisch und Thunfisch wurde bewusst verzichtet. Fast an jedem Verkaufsstand lagen SHARKPORJECT-Broschüren aus, weshalb das Interesse aller Besucher trotz gemischten Wetters nebst Wolkenbrüchen sehr hoch war. Speziell die jüngere Generation betrachteten begeistert die vielen mitgebrachten Exponate wie Haigebisse, Zähne, Hai-Eier (eigentlich Nymphensäckchen genannt). Uns wurden sprichwörtlich Löcher in den Bauch gefragt.

Das Glücksrad vom Meereszentrum Fehmarn zusammen mit der Kindermalecke und dem Münzentrichter taten ihr Übriges, um den gemeinsamen Standbereich zum Publikumsmagnet der Haitage werden zu lassen. Viele Besucher hatten 2014 das Thema bemerkt und wollten nun nach die Kehrtwende der Veranstaltungsrichtung erleben – sie informierten sich ausführlich. Vielen haben die von uns geförderte Petition an die EU-Vorsitzenden gegen das Long-Lining in Europa unterzeichnet – hierunter zu unserer Freude einige Gäste aus China.

An den drei Tagen sind zudem fast 750 € an Spenden zusammengekommen, für die wir zusätzlich dankbar sind.

Zum Abschluss am Sonntagabend stand für die Veranstaler und für SHARKPROJECT fest: Wir werden auch 2016 wieder bei den Haitagen in Travemünde anwesend sein und gemeinsam mit dem Meereszentrum Fehmarn über unseren Schutzbefohlenen den Hai und das Ökosystem Meer aufklären.

(c) SHARKPROJECT

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Fotos (c) Frederike Kremer-Obrock / Meik Obrock / SHARKPROJECT; Ausriss (c) LN/Lübecker Nachrichten

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