24. Juni 2015 .he

SHARKPROJECT Germany verleiht das neue Restaurant-Gütesiegel an das Schmidt Z&KO. in Berlin – Mario Kotaska und Ralf Zacherl versprechen Verzicht auf Hai, Schwertfisch und Thunfisch

Sternekoch Mario Kotaska und Schmidt Z&KO.-Küchenchef Marcel Woest 
(c) H.-P. Kremer / SHARKPROJECT

Die bekannten TV-Sterneköche übernehmen die Verantwortung für die Gesundheit ihrer Kunden und für das Ökosystem der Meere.

Anfang des Jahres hat SHARKPROJECT Germany dem deutschen Markt ein neuartiges Gütesiegel zur Verfügung gestellt: Ziel ist der konsequente gastronomische Verzicht auf den Verkauf von Hai, Schwertfisch und Thunfisch.

Prominente Unterstützung erhält das neue SHARKPROJECT Restaurant-Gütesiegel von Anfang an durch den Sternekoch Mario Kotaska. Er weiß: „Wir müssen uns unserer Verantwortung bewusst werden und uns aktiv für die nachhaltige Gesundheit der Weltmeere und den damit verbundenen Schutz dieses einzigartigen Ökosystems einsetzen! Aus diesem Grund vermeide ich sogar schon länger den Verzehr von Thunfisch, Schwertfisch und Haien auch aus eigenem Interesse.“

Konsequenz: Das von ihm gemeinsam mit Sternekoch Ralf Zacherl und dem renommierten Weinhändler Carsten Schmidt betriebene Berliner Restaurant „Schmidt Z&KO. wurde mit dem SHARKPROJECT Restaurant-Gütesiegel zertifiziert. Mario Kotaska und Küchenchef Marcel Woest nahmen die Zertifikatsurkunde und das Siegel persönlich entgegen.

(c) H.-P. Kremer / SHARKPROJECT

(c) H.-P. Kremer / SHARKPROJECT

(c) Schmidt Z&KO.

(c) Schmidt Z&KO.

In Berlin-Friedenau auf dem Gelände der Goerz’schen Höfe in der Rheinstraße 45/46 liegt „die vinophile genusswerkstatt“. Sie hat sich seit der Eröffnung im Herbst 2014 sehr schnell und weit über Berlin hinaus einen Namen gemacht. Über 500 verschiedene Weine und kulinarisch passende Speise-Kreationen fügen sich zu einer spannenden „Weinprobe mit Küche“ (R. Zacherl) zusammen.

Der geprüfte und zertifzierte Verzicht ist ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung für verantwortungsbewusste Gastronomen. Die bisher auf dem Markt bestehenden Gütesiegel schützen den Verbraucher in Bezug auf den Konsum von mit Schadstoffen belastetem Fisch leider nur unzureichend. SHARKPROJECT Germany füllt diese Lücke vorerst im gastronomischen Bereich“, so Friederike Kremer-Obrock, Präsidentin von SHARKPROJECT Germany.

Siegel / Foto (c) SHARKPROJECT

Siegel / Foto (c) SHARKPROJECT

Die Verbrauchergesetzgebung in Deutschland weist eklatante Lücken auf, was den Schutz des Verbrauchers vor Methylquecksilber und anderen hochgiftigen Schwermetallen anbetrifft. Wildfänge aus dem Meer werden nur stichprobenartig und nicht flächendeckend getestet. Daher kann es vorkommen, dass ein hochgradig giftiger Hai im Handel direkt neben einem Fisch zu liegen kommt, der niedrige Werte aufweist. Das ist auch nicht zu ändern, da die Topräuber der Meere wandernde Kosmopoliten sind. Hinzu kommt, dass diese Fische meist eine hohe Lebenserwartung haben und sich somit im Laufe der Jahre große Mengen der Gifte im Fisch anreichern, die auch durch die Küchenverarbeitung nichts von ihrem Schrecken verlieren“, fährt Friederike Kremer-Obrock fort.

SHARKPROJECT hat über Jahre hinweg Stichproben von Hai, Schwertfisch und Thunfisch auf Methylquecksilber testen lassen. Bei diesen Untersuchungen lag ein erschreckender Anteil der Proben aller drei Fischarten über den gesetzlich erlaubten Grenzwerten, zum Teil um ein Mehrfaches. Für SHARKPROJECT lässt dieser Umstand für den konsequenten Schutz des Verbrauchers und den verantwortungsbewussten Gastronomen nur einen Schluss zu: Verzicht.

Wer meint, dass die bisher am Markt anzutreffenden Gütesiegel eine Garantie für gute und gesunde Fischqualität bieten, der irrt. Auch das im Handel allgemein sehr bekannte MSC-Siegel des Marine Stewardship Council beschränkt sich in seiner Prüfung auf die Fangmethoden und schließt Qualitäts- und Gesundheitskriterien der Fische aus.

Hinzu kommt, dass alle drei Fischarten nicht nur Beifang in den Fangnetzen der riesigen industriellen Fischereischiffe sind, sondern gezielt mit der hochumstrittenen Fangmethode des Longlining gejagt werden. Fischtrawler ziehen lange Leinen hinter sich her, teils über 200 Kilometer lang und mit mehr als 30.000 Haken versehen. So machen sie in den Meeresströmungen systematisch Jagd auf Thunfisch, Schwertfisch und Hai. Sie richten dabei irreparable Schäden im Meer an.

(c) SHARKPROJECT

(c) SHARKPROJECT

Als Top-Prädatoren sind alle drei Fischarten an der Nahrungskettenspitze extrem wichtig, um das Ökosystem Meer im Gleichgewicht zu halten. Speziell Haie haben eine sogenannte „Biobremse“ und können sich nicht schnell genug vermehren, um der gnadenlosen Jagd etwas entgegensetzen zu können. Auch aus diesem Grund ist der gastronomische Verzicht auf Hai, Schwertfisch und Thunfisch nur konsequent.

Verantwortungsbewusste Gastronomen setzen mit dem (übrigens kostenlosen) SHARKPROJECT Restaurant-Gütesiegel auf die Signalwirkung einer gesunden und nachhaltigen Küche und die positiven Effekte der Kundenbindung.

Sternekoch Mario Kotaska und Schmidt Z&KO.-Küchenchef Marcel Woest (c) H.-P. Kremer / SHARKPROJECT

Sternekoch Mario Kotaska und Schmidt Z&KO.-Küchenchef Marcel Woest (c) H.-P. Kremer / SHARKPROJECT

Fotos (c) Hans-Peter Kremer / SHARKPROJECT

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