21. Dezember 2017 .he

SHARKPROJECT – die zweite Generation: Gerhard Wegner hört auf

Ich bin dann mal weg | (c) Gerhard Wegner / SHARKPROJECT

Vor 15 Jahren, auf der „boot“ 2003, startete die aktive Arbeit einer kleiner Gruppe um Gerhard Wegner: SHARKPROJECT war geboren. Viel ist seitdem geschehen – Kampagnen, Arbeiten, Vorträge, Bücher, Messeauftritte: die Kreativität des Werbefachmanns Wegner beflügelte die kleine Organisation zu spannenden Ideen und aufregenden Aktionen.

Dabei wuchs die NGO in den gesamten deutschsprachigen Raum und wurde nach einigen Jahren durch Gründung regionaler Tochtervereine in der Schweiz und in Österreich erweitert. Auch Deutschland gründete einen zweiten deutschen Verein als Arbeitsgruppe neben dem weiterhin agierenden Mutterverein, der jetzt als SHARKPROJECT International fungiert.

Zum Ende dieses Jahres, zum 31. Dezember 2017, endet diese Ära:

Gerhard Wegner hört auf.

Er ist von seinem Amt als Präsident der Ur-Keimzelle zurück getreten und möchte sich aus der aktiven Arbeit zurück ziehen. Er tut dies aus persönlichen Gründen, um mehr Zeit für seine Familie zu haben, die in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten immer an seiner Seite stand, aber doch viel Zeit an sein wertvolles Hobby verloren hat.

… und jetzt?

SHARKPROJECT – und das sind alle vier Vereine, Deutschland, Österreich, die Schweiz und International – verlieren mit Gerhard Wegner den Hai-Fachmann des deutschsprachigen Raums als Leitfigur. Dies wird eine Zäsur unserer Arbeit darstellen.

Doch Gerhard hat die Organisation auf die Zeit nach seinem Ausscheiden gut vorbereitet. In den drei Landesorganisationen sind unter der Führung der jeweiligen Vorstände in den letzten Jahren agile Keimzellen gewachsen, die mit eigenem Stil und einer breiten Unterstützung der Sponsoren, Förderer und Freunde bereits belegt haben, dass die Idee und der Geist Gerhard Wegners durch die nachfolgende Generation von Artenschützern fortgeführt werden können. Diese neue Generation steht jetzt in den Startlöchern.

Es gibt ja immer noch viel zu tun. Das Finning als grausamste Schlachtform ist ebensowenig komplett verschwunden wie wahllose Fischereitechniken zur Befriedigung des Giers nach Profit durch gnadenlose Überfischung der Meere. Immer noch führen Hai-Unfälle zu übertriebenen und wissenschaftlich unsinnigen Jagden auf schützenswerte Tiere. Viel zu viele Menschen wissen immer noch nicht, dass die Gefahren für Haie viel größer sind als die Gefahren durch Haie. Und die Menschheit braucht diese Tiere ebenso wie das Ökosystem der Erde.

SHARKPROJECT International wird die notwendigen Schritte weiterhin federführend koordinieren. Die Mutterorganisation vereint die Landesorganisationen zu einem Schwarm und gibt diesem eine Richtung vor – die Fische schwimmen dann selbständig. So kann und wird sicher gestellt, dass der Stil und die Vorgehensweise einheitlich und effektiv bleiben.

Die internationale Leitung übernimmt zum 1. Januar 2018 Alex Smolinsky aus der Schweiz. Ihm stehen als Vizepräsidenten Christine Gstöttner aus Österreich, Meik Obrock und Heiner Endemann aus Deutschland sowie Denise Smolinsky-Schatt aus der Schweiz zur Seite.

Erste Danksagung:

Alle vier Vereine und alle Mitglieder, Freunde und Förderer danken Gerhard Wegner für die Gründung von SHARKPROJECT und die vielen Stunden unter Deiner kreativen Führung und Leitung. Du bist unsere „Conditio Sine Qua Non“ – ohne Dich würden wir nicht hier und heute so schreiben und Haie schützen.

Wir danken auch Deiner Frau Christel und Deinen Kindern, die sich ebenfalls intensiv eingebracht haben, ohne offizielle Ämter, aber immer im Sinne des Haischutzes. Wir wünschen uns, Euch auch künftig noch oft in unserer Mitte zu treffen, Eure Ideen und Anregungen zu erfahren – und auch Kritik zu hören, wenn Du sie für angebracht hältst.

Und Deine Anekdoten und Erinnerungen musst Du uns immer wieder erzählen – in Deinem Abschiedsbuch „HaiLights“ und Deiner Abschiedsreise 2018, und auch persönlich, bei einem Wein.

Danke, Gerhard!

SHARKPROJECT International
SHARKPROJECT Switzerland
SHARKPROJECT Germany
SHARKPROJECT Austria

Ich bin dann mal weg | (c) Gerhard Wegner / SHARKPROJECT

Ich bin dann mal weg | (c) Gerhard Wegner / SHARKPROJECT

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