15. Januar 2015 admin

SHARKPROJECT beim Fan-Stammtisch der „Kölner Haie“

Foto (c) Armin Höhner

Seit gut zwei Jahren besteht die nach wie vor beispielhafte Kooperation einer bekannten Artenschutzorganisation mit einem professionellen Spitzensport-Club – SHARKPROJECT und der DEL-Eishockeyverein KEC „Die Kölner Haie“ arbeiten zusammen. Beide Organisationen haben ja das gleiche Ziel: Das Aussterben des Hais zu verhindern, der für den KEC das Wappentier darstellt.

Am Mittwoch, 14. Januar 2015, lud der Haie-Fanprojekt e.V. zu seinem ersten Stammtisch des Jahres in die „SportsBar“ des Eishockey-Trainingszentrums an der Gummersbacher Straße. Der Verein koordiniert die Fanclubs des KEC und organisiert selbstregulierend deren Auftreten – eine wichtige ehrenamtliche Tätigkeit. Thema des Stammtischs war dieses Mal die ausführliche Information der Fans, was es mit der Kooperation von SHARKPROJECT und KEC auf sich hat, und wie es um das Tier „Hai“ eigentlich steht. Neben unserem Vortrags-Team war der Verteidiger der Profimannschaft Moritz Müller (#91) zugegen, der als Botschafter der Kooperation von Anfang an sehr aktiv mitwirkt.

Foto (c) Armin Höhner

Foto (c) Armin Höhner

Das SHARKPROJECT-Team bestand aus Rike Kremer Obrock, Heiner Endemann und Meik Obrock, die sich im munteren Wechsel Mikrophon und Themen zuspielten. Nach kurzem Rückblick auf die Kooperation als Einstimmung wurde den Fans aufgezeigt, wie die Wahrnehmung des Hais in der Öffentlichkeit und in der Werbung vor wenigen Jahren war und auch teilweise heute noch ist – und wie sie durch Aufklärungsarbeit u.a. von SHARKPROJECT inzwischen einem Wandel unterliegt: Immer mehr Bürger wissen, dass der Hai eher ungesteuert gefährdet als ungesteuert gefährlich ist. Die evolutionäre Urangst des Menschen ist tief genetisch verankert, aber statistisch komplett unbegründet. Die wenigen Begegnungen mit danach „beschädigten“ Menschen gehen zudem meistens auf fehlerhaftes Verhalten des Opfers zurück, nicht aber auf Fress- oder Tötungslust des Tiers.

In eindringlichen Bildern und Worten wurde dem zunehmend nachdenklichem Publikum verdeutlicht, mit welcher selbstverständlichen Professionalität die Fischfangindustrie an der Ausrottung der Haie aktiv ist – insbesondere auch die in und aus Europa. Längst bereits ist die Haiflossensuppe in China nicht mehr das alleinige Zentrum des Problems. Auch in Europa sind durch fehlerhafte EU-Regelungen Verlagerungen des Markts festzustellen, die den Tieren und dem Konsumenten des Haifleischs nachhaltig schaden.

Moritz Müller appellierte an die Eishockeyfans, sich aktiv für die Sache des SHARKPROJECT einzubringen. Wer Tiere liebe, könne nicht einfach untätig bleiben, wenn Haie abgeschlachtet werden. Dies gilt erst recht dann, wenn das Herz an einem Verein hängt, dessen Wappentier akut vom Aussterben bedroht ist. Der Spieler wies auf die rein ehrenamtliche Tätigkeit der Artenschützer von SHARKPROJECT hin und drückte die Hoffnung aus, dass die Kooperation mit dem Eishockeyverein ausgebaut und intensiviert werden könne.

Er war dann auch der erste, der die am gleichen Tag erst eingerichtete Charity-SMS-Nummer ausprobierte und live vor Ort „HAIE“ an die deutsche Kurzwahlnummer 81190 schickte und damit den Verein mit 3,33 € unterstützte. Sicherlich wird dies viele Nachahmer und Freunde finden, so wie mehrere hundert Fans von ihm seit einem Jahr die beliebten Charity-Armbänder gekauft haben.

Foto (c) Armin Höhner

Foto (c) Armin Höhner

Besonders beeindruckt hat uns von SHARKPROJECT, dass die Fans nicht eine einzige Frage zum aktuellen Spielbetrieb an den Verteidiger gerichtet haben – der Artenschutz hat am 14.01. alle Anwesenden eingefangen und den alleinigen Fokus des Abends gebildet. Ok – einen Ablenker gab es: das riesige Megalodon-Gebiss hatte sich bereits ein paar Tage früher auf den Weg ins Rheinland gemacht und präsentierte sich neben den Pokalvitrinen in der KEC-SportsBar. Es wird ab Samstag (in der aus Kölner Sicht „verbotenen Stadt“) zentrales Element des SHARKPROJECT-Messestands auf der „boot“ darstellen.

SHARKPROJECT bedankt sich beim Haie Fanprojekt e.V. für die Einladung, die tolle Organisation und die interessierten Fans – und bei Mo Müller für die starke Unterstützung. Es war ein rundum gelungener, schöner „Abend mit Haien“ in Köln.

Fotos (c) Armin Höhner, mit freundlicher Genehmigung

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