4. Oktober 2019 Nils Kluger

Shark Safe Barrier – Test mit Spendenunterstützung gestartet

Im Unterschied zu den Hai-Netzen, welche jedes Jahr hunderten Meerestieren das Leben kosten, wird die Shark Safe Barrier von vielen Fischen sogar als neues Habitat angenommen (siehe Bild). Nur die großen und dem Menschen potentiell gefährlichen Haie werden von der Barriere abgehalten bzw. abgeschreckt. Sie ähnelt dichtem Kelp und ist zusätzlich mit permanenten Magneten bestückt, welche von den Haien mit deren Lorenzinischen Ampullen als unangenehm wahrgenommen werden. Bei keinem der bisherigen Tests wurden Große Weiße Haie, Tiger Haie oder Bullenhaie dabei beobachtet, wie sie die Barriere durchschwammen oder sich ihr auch nur sehr dicht genähert haben. Und das, obwohl sie in den Tests mit Ködern angelockt wurden. Sharkproject unterstützt die Erforschung und den Einsatz der Shark Safe Barrier seit vielen Jahren finanziell und organisatorisch.

(c) Dr. Douglas Drysdale

Seit über einem halben Jahr ist solch eine Barriere nun auf der Insel La Reunion im Indischen Ozean installiert, und das – trotz einiger sehr heftiger Tropenstürme – bisher wartungsfrei!  Allerdings ist der feste Untergrund des Meeresbodens dort für die gängige Verankerung mit Betonsockeln auch besonders günstig. In tiefem Sandboden im Flachwasserbereich gab es bisher Probleme mit der Verankerung im Boden. Das ist schade, da insbesondere gefährdete Badestrände ein idealer Einsatzraum für die SharkSafe Barrier wären. Das Shark Safe Barrier-Team um die engagierte junge Meeresbiologin Dr. Sara Andreotti (Universität Stellenbosch, Südafrika) sucht daher seit längerem nach einer alternativen Methode, die Rohre auch in weichen Sandboden sicher zu befestigen, einem Sand-Anker. Zudem musste auch das Design der Rohre für den Flachwasserbereich geändert und den dortigen Anforderungen angepasst werden.

 

Am Samstag den 28.09.2019 kam es in Südafrika an einem schwierigen und daher besonders „geeigneten“ Sandstrand bereits zu einem vielversprechenden und erfolgreichen Test eines neuen Sand-Ankers und spezieller Rohre für den Flachwasserbereich. All diese Tests sind mit großem persönlichen Einsatz und natürlich auch entsprechenden Kosten verbunden. Nicht nur Entwicklungs- und Materialkosten fallen an, es müssen gegebenfalls auch Boote gechartert und Gebühren bezahlt werden. Dazu kommen natürlich auch die Reisekosten und die Übernachtungen der Helfer, die ihre Arbeit ohnehin schon in der Freizeit verrichten. Als nun das Shark Safe Barrier-Team dafür eine Crowdfuning-Aktion startete, war Sharkproject sofort bei der Unterstützung dabei. Wiederholt haben wir auf verschiedenen sozialen Medien und im Blog für diese Aktion geworben, und das Ergebnis hat uns bestätigt:

Die Spender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellten die größte Gruppe und brachten einen guten Teil der eingesammelten mehr als 6.000 Dollar auf. Wir bedanken uns bei allen Spendern, im Video findet ihr noch einen Gruß von Dr. Andreotti. Durch Euren Beitrag ist sichergestellt, dass die Shark Safe Barrier weiter verbessert wird, und Hai-Netze und Haken-Leinen hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

SPENDEN & HELFEN

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