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Seit November 2016 läuft unsere Kampagne gegen „Shark City“ in Sinsheim, dem geplanten Sensations-Groß-Aquarium, in das ungeeignete Haiarten eingesetzt werden sollen. Nicht ohne Erfolg: in Sinsheim ist die Kooperation mit dem Betreiber erheblich abgekühlt, als  das vorgesehene Grundstück vor der Erteilung der Baugenehmigung, doch als Sonderbaugebiet ausgewiesen werden sollte.

Da die Zeit für die Investoren/Betreiber drängt, haben sie umgeplant und einen willfährigen Mitspieler gefunden: die Stadt Pfungstadt in Hessen, südlich von Darmstadt. Die dortige Lokalzeitung Darmstädter Echo meldete am 15.06.2017, „Shark City“ werde nunmehr dort errichtet werden.

SHARKPROJECT macht seine Meinung zu den Plänen nicht vom Ort des Themas abhängig – wir schreiten auch gegen „Shark City Pfungstadt“ aktiv ein.

Offensichtlich – nach den uns vorliegenden Informationen – werden die baden-württembergischen Pläne für Sinsheim unverändert einfach gut 80 km weiter nördlich im benachbarten Hessen genutzt: die identischen Angaben und Werte wie in Sinsheim liegen der örtlichen Zeitung in Pfungstadt vor, und die Geschwindigkeit der Vorgehensweise erlaubt auch keine gravierende Planungsänderung.

Da in der aktuellen Präsentation des Betreibers Tiere aus dem professionellen Großhandel angegeben werden, müssen wir bis auf Weiteres also davon ausgehen, dass auch pelagische Arten in Pfungstadt eingesetzt werden sollen. Laut Pressekonferenz vom 19. Juni 2017 sollen insgesamt 85 % der Tiere aus Nachzuchten, Austauschprogrammen oder Übernahmen aus anderen Auquarien stammen, der Rest (15%) von Wildfang! Und wieder müssen wir feststellen, dass die politischen Entscheidungsträger vor Ort nicht vollständig informiert wurden.

Der Betreiber mag dies sehr gerne uns (und der Bevölkerung von Pfungstadt) gegenüber klar stellen – die detaillierte Besatzliste mit Einzeltierangaben (Geschlecht, Alter, Herkunft) wäre (weiterhin) ein taugliches Mittel zum Beleg, wie ernst man es mit dem hohen Anspruch auf Artenschutz in der Shark City nimmt.

Bei der geplanten Errichtung von Europas größtem Hai-Aquarium (Originalton des Anbieters) mit über 36 Haiarten geht es in erster Linie um kommerzielle Interessen.

Delfinarien sind in Deutschland nicht mehr durchsetzbar, da inzwischen klar ist, dass eine artgerechte Haltung dieser Tiere nicht möglich und die Gefangenschaft eine Qual für die Delfine ist. Also was bleibt?

Die Angstzination, die wir Menschen diesen „Fischen“ gegenüber empfinden, soll Besucher locken. Möglichst viele, damit sich die Kassen füllen. Um so größer und bekannter die Haie, um so mehr Einnahmen können generiert werden. Eine einfache Rechnung.

Haie sind also die neuen Delfine geworden. Vielleicht, weil sich weniger Menschen für Haie so einsetzen wie für Delfine. Zumindest ist das wahrscheinlich die Meinung der Verantwortlichen. Doch hier täuschen sich die Macher von Shark City.

Durch das stetig steigende Bewußtsein der Bevölkerung zum Umwelt-, Natur- und Artenschutz, ziehen immer mehr Menschen in den letzten Jahren ihre persönliche moralische Grenze und akzeptieren nicht mehr alles!

SHARKPROJECT informiert:

20.000 Informationsbroschüren in Pfungstadt verteilt

„Liebe Pfungstädter Bürgerinnen und Bürger, liebe Anwohner rund um Pfungstadt! – So beginnt eine 8-seitige Informationsbroschüre, die heute in und um Pfungstadt verteilt wird und möglichst jeden Bürger erreichen soll. SHARKPROJECT verantwortet und finanziert die erste Auflage von 20.000 Flyern; sieben weitere Arten- und Tierschutzorganisationen unterstützen die Aktion.

Wir präsentieren den Bürgern 10 gute Gründe, warum Haie nicht nach Pfungstadt gehören – Gründe, die aus dem Artenschutzgedanken resultieren, aber auch solche, die mit der sonstigen Belastung für Pfungstadt zu tun haben, z. B. durch Verkehr oder die Salzeinbringung in das Klärwasser der Stadt.

„Doch bitte schauen Sie genau hin, was in Ihrer Stadt passiert! Nehmen Sie Ihre Rechte als Bürger wahr – nehmen Sie Einfluss auf die Politik und die Entscheidungen in Pfungstadt!
Uns erstaunt nicht nur die Vorgehensweise der Investoren, die keine transparenten Zahlen der Tiere vorlegen wollen – wir vermissen die Öffentlichkeit der Präsentation des gesamten Projekts.
Die Weigerung des von Ihnen gewählten Bürgermeisters und aller Ratsfraktionen, ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen, finden wir durchaus beunruhigend.“
Zugleich rufen wir weiterhin die Pfungstädter Bürger auf, dem laufenden Bürgerentscheid ihre Stimme zu geben, damit sie selbst, die informierte Stadtbevölkerung, souverän und auf Faktenbasis entscheiden kann – es ist Ihre Stadt!
Sie sollten sich nicht für dumm verkaufen lassen!

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