(c) F. Kremer-Obrock

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SHARKPROJECT Germany stellt dem deutschen Markt ein neuartiges Gütesiegel zur Verfügung:
Ziel ist der konsequente gastronomische Verzicht auf den Verkauf von Hai, Schwertfisch und Thunfisch.

Die bisher auf dem Markt bestehenden Gütesiegel schützen den Verbraucher in Bezug auf den Konsum von mit Schadstoffen belastetem Fisch leider nur unzureichend. SHARKPROJECT Germany füllt diese Lücke vorerst im gastronomischen Bereich.

Ziel ist der Schutz des Konsumenten vor meist unerkannten Gefahren durch Schadstoffbelastung in Hai, Schwertfisch und Thunfisch.

 

 

Die Verbrauchergesetzgebung in Deutschland weist eklatante Lücken auf, was den Schutz des Verbrauchers vor Methylquecksilber und anderen hochgiftigen Schwermetallen anbetrifft. Wildfänge aus dem Meer werden nur stichprobenartig und nicht flächendeckend getestet. Dabei sind die Belastungen einzelner Fische sehr unterschiedlich. Es kann vorkommen, dass ein hochgradig giftiger Hai im Handel direkt neben einem Schwertfisch zu liegen kommt, der niedrige Werte aufweist. Dies ist auch nicht zu ändern; die Topräuber der Meere sind Kosmopoliten. Niemand kann nachvollziehen, wo Hai, Schwertfisch und Co. den Großteil Ihres Lebens bis zum Fang verbracht haben. Der Lebensschwerpunkt ist aber neben dem Alter eine Hauptbedingung der Belastung mit Methylquecksilber.

Wir haben über Jahre hinweg Hai, Schwertfisch und Thunfisch in staatlich anerkannten Laboren stichprobenartig auf Methylquecksilber testen lassen. Bei diesen Untersuchungen lag ein erschreckender Anteil der Proben aller drei Fischarten über den gesetzlich erlaubten Grenzwerten, zum Teil um ein Mehrfaches. Für uns lässt dieser Umstand in Verbindung mit der Giftigkeit des Fleisches für den konsequenten Schutz des Verbrauchers und den verantwortungsbewussten Gastronomen nur eine Konsequenz zu: VERZICHT

Wer nun meint, dass die bisher am Markt anzutreffenden Gütesiegel eine Garantie für gute und gesunde Fischqualität bieten, der irrt. Auch das im Handel allgemein sehr bekannte MSC (Marine Stewardship Council)-Siegel beschränkt sich in seiner Prüfung auf die Fangmethoden und schließt Qualitäts- und Gesundheitskriterien der Fische aus. Hinzu kommt, dass alle drei Fischarten nicht nur Beifang in den Fangnetzen der riesigen industriellen Fischereischiffe sind, sondern gezielt mit der Fangmethode des Longlining gejagt werden. Fischtrawler ziehen lange Leinen hinter sich her, teils über 100 Kilometer lang und mit mehr als 20.000 Haken. So machen sie in den Meeresströmungen systematisch Jagd auf Thunfisch, Schwertfisch und Hai. Sie richten dabei irreparablen Schäden im Ökosystem Meer an. Als Top-Prädatoren sind alle drei Fischarten an der Nahrungskettenspitze extrem wichtig, um das Ökosystem Meer im Gleichgewicht zu halten. Speziell Haie haben eine sogenannte „Biobremse“ und können sich nicht schnell genug vermehren, um der gnadenlosen Jagd etwas entgegen setzen zu können. Auch aus diesem Grund ist der gastronomische Verzicht auf Hai, Schwertfisch und Thunfisch nur konsequent.

Das neue Gütesiegel teilt sich in drei Kategorien auf:

  1. Verzicht auf Hai
  2. Verzicht auf Hai und Schwertfisch
  3. Verzicht auf Hai, Schwertfisch und Thunfisch

Es werden Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Hotels und Cateringbetriebe zertifiziert. Das Zertifikat ist jeweils zwei Jahre lang gültig und kostenfrei erhältlich.

Die Zertifizierung beinhaltet Aufkleber an exponierter Stelle, eine Zertifikatsurkunde, Verbraucherinformationen durch Broschüren und Flyer, sowie Veröffentlichung der am Siegel teilnehmenden Gastronomien.

 

Foto mit freundlicher Genehmigung (c) Mario Kotaska

Foto mit freundlicher Genehmigung (c) Mario Kotaska

Der bekannte Sternekoch Mario Kotaska unterstützt die Kampagne von Anfang an.
„Wir müssen uns unserer Verantwortung bewusst werden und uns aktiv für die nachhaltige Gesundheit der Weltmeere und den damit verbundenen Schutz dieses einzigartigen Ökosystems einsetzen! Aus diesem Grund vermeide ich sogar schon länger den Verzehr von Thunfisch, Schwertfisch und Haien auch aus eigenem Interesse.“

 

Verantwortlich für die Kampagne ist Achim Düster; unmittelbar erreichbar über die Mailadresse: germanysiegel(a)sharkproject.org

 

 


Kampagnen Download

 

Kampagnen Flyer

Warum wir Sie überzeugen wollen,
keinen Hai, Schwertfisch und Thunfisch zu essen

Kampganen Broschüre

Broschüre mit Hintergrundinformationen, gerade für Gastronome


Restaurants mit Gütesiegel

Auflistung der Restaurants, die aktuell ein Gütesiegel haben.

 

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