15. März 2020 Switzerland Sharkproject

Projekt Update – SharkSafe Barrier®

© Dr. Sara Andreotti
SHARKPROJECT unterstützt die Entwicklung dieser umweltfreundlichen und bewiesen effektiven Schutzbarriere, um große Haie (Weißer Hai, Tiger- und Bullenhai) an bestimmten Plätzen von den Menschen fernzuhalten.  Nicht, weil wir der Meinung sind, wir Menschen müssten vor Haien geschützt werden; alle Zahlen beweisen, dass es eigentlich genau umgekehrt notwendig wäre. Die traurige Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat leider bewiesen, dass einige seltene Zwischenfälle und eine allgemeine Hysterie vor Haien weltweit zum gezielten Töten dieser gefährdeten Tiere führen.  Auch der Einsatz von Hainetzen oder neuerdings sogenannter „Smart Drum Lines“ als angeblich schonende Methode kostet jährlich tausende Meerestiere das Leben, darunter auch völlig unbeteiligte, harmlose und teilweise geschützte Arten wie seltene Delphine, Schildkröten oder sogar Walkälber. SHARKPROJECT hofft, dass durch den Einsatz der SharkSafe Barrier anstelle des gezielten Tötens („Culling“) oder der tödlichen Netze und Drum Lines das sinnlose Sterben in den Ozeanen ein Ende findet.

Der Testaufbau einer SharkSafe Barrier (SSB) vor der Insel La Reunion im indischen Ozean feierte dieser Tage seinen ersten Geburtstag.  Im Februar 2019 wurde an einem Strand im Norden von Reunion, in Zusammenarbeit mit dem Centre Sécurité Requin und der Universität von La Reunion, eine Testbarriere für maximal zwei Jahre errichtet.  Ziel war es zu beweisen, dass die Barriere funktioniert (d.h. keine großen Haie trotz Anlockung mit Futter die Barriere durchschwimmen) und sie den, teilweise sehr starken, Strömungen vor diesem Teil der Insel widerstehen kann.

Zu diesem Zweck wurden zu bestimmten Zeiten Boxen mit, für Haie besonders verlockend duftenden, Ködern in der Mitte der Barriere platziert. Mittels Videoüberwachung wurde kontrolliert, ob die Haie dieser Verlockung nachgeben und die Barriere durchqueren. Dies ist bis dato nicht geschehen!

Die verantwortlichen Behörden hatten zu Beginn des Versuchs Befürchtungen, die SSB könne schwerer See nicht standhalten.  Dieser Vorbehalt konnte während des letzten Jahres eindrücklich widerlegt werden.

Nachfolgende Fotos zeigen die bemerkenswerten Veränderungen binnen Jahresfrist am Testaufbau: Linker Hand die SSB im Februar 2019, rechter Hand ein aktuelles Foto vom Februar 2020. Deutlich erkennbar ist das sogenannte Biofouling (Bewuchs mit Mikroorganismen, Algen und kleinen Tieren), welches der wahrhaft „lebende“ Beweis ist, dass noch sämtliche Originalkomponenten im Einsatz sind.  Alle Elemente haben die teils heftigen tropischen Stürme der letzten zwölf Monate unbeschadet überstanden.

 

 

 

 

 

 

 

An der Einsatzfähigkeit der SSB, auch unter rauen Bedingungen, kann es nach diesem Jahr keinerlei Zweifel mehr geben!

 

Text: Michael Mather

Fotos: Sara Andreotti (oben und links unten) und Arnault Gauthier (rechts unten)

SPENDEN & HELFEN

Sie möchten uns unterstützen?
Wir freuen uns immer, über jede Art von Hilfe…

 

Länderauswahl