5. Juni 2012 admin

Petitionsaufruf: Den Haien der Azoren kann geholfen werden [updated]

(c) Klaus Peter Harter

Diverse Nichtregierungsorganisationen und Tauchschulen der Azoren haben gemeinsam eine Petition erarbeitet, die unter http://www.peticaopublica.com/PeticaoVer.aspx?pi=sharkaz zur zur Zeichnung vorliegt.

SHARKPROJECT unterstützt das Anliegen und ruft auf, die Petition zu zeichnen.

Der Hintergrund:

Seit einiger Zeit nimmt bei den Azoren der Schwertfischfang zu – mit einem fatalen Kollateralschaden: Als Beifang an den Longlines werden in hohem Maße Haie und Rochen gefangen. Es gibt hierbei sogar Monate im Jahr, bei denen dieser Beifang höhere Stückzahlen aufweist als die (gewollten) Schwertfische.

Das ganze wird dadurch verstärkt, dass die Hoheitsgewässer der Azoren auf einen Umkreis von 100 Seemeilen reduziert wurden (vormals 200 NM), mit dem Effekt, dass zunehmend ausländische Schiffe mit den Longlines näher an den Azoren fischen. Und dabei immer mehr Haie „beifangen“.

Daher fordert die Petition (im Original auf Portugiesisch):

1. Verbot der Anlandung und des Handels mit den Knorpelfischarten Blauhai (Prionace glauca), Kurzflosssen-Mako (Isurus oxyrinchus), Riesenhai (Cetorhinus maximus), Walhai (Rhincodon typus) sowie Sichelflossen-Rochen (Mobula tarapacana) und Riesenmanta (Manta birostris) sowie der Rechte hieran innerhalb des Gebiets der Azoren;

2. Verbot des direkten Oberflächen-longline-Fischens von Schwertfisch im Gebiet während der Monate, in denen der Hai-Beifang den Schwertfisch-Ertrag übersteigt;

3. Verfolgen einer Verfahrenseinleitung bei den zuständigen Europäischen Behörden (unterstützt durch diese Petition), die Fischereiregelungen in der ganzen 200-Meilen-Zone der Azoren wieder herzustellen.

SHARKPROJECT unterstützt diese Ziele! Bitte zeichnen Sie, und unterstützen Sie den Artenschutz der Azoren!

Titelbild: Klaus Peter Harter

_______________Update _________________

Insbesondere spanische Schiffe nutzen die Azoren als Zwischenstation – einerseits können sie so schneller wieder auf neue Fangzüge gehen, als wenn sie jeweils zum spanischen Festland fahren müssen.

Andererseits werden vor allem die Flossen direkt von den Azoren nach Asien verschifft, was Zeit und Geld spart.

Die gekühlten Restfische werden nach Vigo im Westen Spaniens verschifft – teilweise sogar bereits verarbeitet, da es inzwischen vier schwimmende Fischfabriken im Gebiet der Azoren gibt.

Wenn hier nicht schnellstens etwas unternommen wird, ist die See um die Azoren herum haifrei gefischt – von den lieben Nachbarn aus Spanien.

 

(c) Christine Gstoettner

(c) Christine Gstoettner

(c) Christine Gstoettner

Update vom 12.07.2012.he

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