Mehr Haischutz, nicht weniger.

Aufgrund der aktuellen Gefahr, dass die Maledivische Regierung den Schutz der Haie in ihren Gewässern aufheben wird, haben wir bei SHARKPROJECT ein ganzes Paket an Massnahmen geschnürt und bitten euch um Unterstützung.
>> zum Bericht des Vorhabens der Fischerei Ministerin in der „The times of Addu“

Aktuell sind wir bereits in Kontakt mit maledivischen Parlamentarieren und haben ein direktes Schreiben an die maledivische Regierung gesandt. Wir hoffen auf baldige Antwort des Präsidenten Herrn Ibrahim Mohamed Solih.
Darüber hinaus informieren wir gerade umfangreich die Medien in den Ländern der gesamten DACH Region sowie auch auf den Malediven. Alle relevanten Entscheidungsträger wie z.B. Botschaften, Landesvertretungen, Tourismusbüros u.v.m. werden ebenfalls um Mithilfe gebeten und in die Verantwortung genommen.

Die Haie der Malediven brauchen auch eure Hilfe!

Bitte unterstützt alle Aktionen, die aktuell zu diesem Thema gemacht werden. Besonders wichtig wäre aktuell folgendes:

  • bitte unterzeichnet die Petition auf change.org  >> hier unterschreiben
  • bitte folgt uns auf facebook und Instagram, hier informieren wir regelmässig
  • bitte teilt unsere Social Media Beiträge in allen Gruppen und bei Freunden etc., damit wir mit dem Thema eine mögichst hohe Reichweite und Sichtbarkeit haben
  • bitte unterstützt auch Mailaktionen wie z.B. jene von Wetpixel
  • bitte verfasst selbst Schreiben an die Regierung, Botschaften, Tourismusverbände, Interessensvertretungen usw.. Wir haben euch unseren offenen Brief unten beigefügt, damit ihr euch Ideen holen könnt. Ein automatisiertes Standardmail hat leider keinen Effekt, bzw. wird blockiert.

Was macht SHARKPROJECT?

Sharkproject unterzeichnete zusammen mit vielen anderen NGO`s die BlueMarine Foundation Petition mit den Forderungen:

  • Die Haifischfang- und Handelsverbote nicht aufzuheben, die seit über einem Jahrzehnt in Kraft sind.
  • Die unterzeichnenden NGOs fordern die staatlichen Behörden außerdem auf, die Rechtsstaatlichkeit zu wahren den gesetzlichen Schutz für Haie durchzusetzen, Rechenschaft zu gewährleisten und zeitnahe und transparente Ermittlungen in den folgenden Fällen durchzuführen:
  • Der versuchte illegale Export von 429 kg Haifischflossen, die von der maledivischen Zollbehörde am 3. Januar 2021 in Velana beschlagnahmt wurden
  • Das Schiff, das vom maledivischen Polizeidienst aufgegriffen wurde und eine große Menge an Haien und Haiprodukten im Süd-Ari-Atoll am 23. März 2021.
  • Die illegale Trommelleine, die von einem Touristen am beliebten Tauchplatz Fish Head im Nord-Ari-Atoll am 24. März 2021 mit mehreren gehakten Haien entdeckt wurde.
  • Wir fordern die staatlichen Behörden auf, sich ernsthaft mit der Gefährdung des Gleichgewichts der Natur auf den Malediven zu berücksichtigen. Als eine Nation, die zu 99 % aus Wasser und zu 1 % aus Land besteht, ist die Gesundheit des Ozeans überlebenswichtig für sie.

 

 

Doch eine Petition unterschreiben reicht uns bei SHARKPROJECT nicht! Wir sind nicht untätig und aktivieren unsere Kontakte.

  • Am 29.3.2021 übermittelt Sharkproject das offizielle Schreiben an die maledivische Regierung
  • zeitgleich wird die Presse in der gesamten Dachregion informiert
  • auf dem diplomatischen Weg werden die Kosulate in Genf und Wien und die Botschafte in Berlin und Tourismusverbände in die Verantwortung genommen
  • die Tourismusbranche wird ebenfalls aktiviert und aufgefordert ihre Kontakte zu mobilisieren
  • Aktive, Interessierte und Mitglieder von Sharkproject werden laufend über Newsletter und die soziale Medien informiert.

Offener Brief der Meeres- und Artenschutzorganisation Sharkproject an den Präsidenten der Malediven

Zürich, Berlin, Wien, 30. März 2021 – Mit einem offenen Brief wendet sich die international tätige Meeres- und Artenschutzorganisation Sharkproject an den Präsidenten und an alle Regierungsmitglieder der Republik Malediven.

In dem Brief, der direkt an den Präsidenten und die diplomatischen Vertretungen der Malediven übermittelt wird, zeigt sich Sharkproject äußerst besorgt darüber, dass Regierungsmitglieder der Republik Malediven öffentlich erwägen, das für den gesamten Inselstaat seit 2010 geltende Verbot des Handels mit Haiprodukten und eine 90.000 km2 große Haischutzzone aufzulassen.

Die Artenschutzorganisation fordert den Präsidenten der Malediven, Ibrahim Mohamed Solih, und alle öffentlichen Einrichtungen des Inselstaates auf, den Schutz der vom Aussterben bedrohten Haie weiterhin sicherzustellen, verstärkt zu kontrollieren und sogar auszubauen.

Dazu Alexander Smolinsky, Präsident von Sharkproject International: „Wir dürfen nicht zulassen, dass aus kurzfristigen und rein kommerziellen Interessen der Fischfang auf die weltweit vom Aussterben bedrohten Haie auf den Malediven wieder erlaubt wird.“

Schon bisher gab es auf den Malediven regelmäßig Verstöße gegen das bestehende Fangverbot. „Wenn das Fangverbot auf Haie nun offiziell in Frage gestellt oder abgeschafft wird, sind nicht nur die Haie, sondern die gesamte Unterwasserwelt und das biologische Gleichgewicht an den Riffen der Malediven in Gefahr. Das würde auch direkte Auswirkungen auf die für die Malediven so wichtigen Tourismuseinnahmen haben“, so Smolinsky.

Die Fischereiministerin der Malediven, Zaha Waheed, hat kürzlich öffentlich erklärt, dass es auf den Malediven intensive Gespräche darüber gibt, das für Haie geltende Fischereiverbot aus kommerziellen Gründen aufzuheben.

Das hat weltweit zu Sorge und Empörung unter Umweltschutzorganisationen und auch bei Tourismusveranstaltern geführt. Schließlich sind die Haie nicht nur für die Biodiversität der Meere und die Gesundheit der Riffe essentiell, die lebendige Unterwasserlandschaft ist auch einer der Publikumsmagneten der Malediven. Der Tourismus ist mit circa 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) Haupteinnahmequelle des Inselstaates.

Smolinsky: „Jeder lebendige Hai bringt den Malediven nachweislich ein Vielfaches an Einnahmen als ein toter. Das Fangverbot abzuschaffen, wäre daher nicht nur ein großer Schaden für die Tiere und die Umwelt – für die Malediven wäre es auch wirtschaftlicher Unfug.“

Eine von führenden Meeres- und Artenschutzorganisationen und Tourismusplattformen unterstützte Online-Petition an die maledivische Regierung hat binnen weniger Stunden bereits weltweit tausende Unterstützer gefunden und es kann weiterhin hier unterzeichnet.

„Wir rufen die Politik sowie alle zuständigen Institutionen und engagierten Einzelpersonen weltweit auf, auf das maledivische Fischereiministerium direkt und indirekt über die Botschaften, Konsulate und Tourismusbüros einzuwirken und sicherzustellen, dass der Haischutz auf den Malediven ausgebaut und nicht abgeschafft wird“, so Smolinsky abschließend.

Spendenkonto Sharkproject International
IBAN: AT09 2011 1828 2116 7301
BIC: GIBAATWWXXX

Rückfragehinweis: Pressestelle Sharkproject International
Jürgen H. Gangoly, The Skills Group
gangoly@skills.at, +43 1 505 26 25 13
www.skills.at

Über Sharkproject

Sharkproject ist eine im Jahr 2002 gegründete Artenschutzorganisation, die sich für die über 500 Haiarten und das marine Ökosystem einsetzt. Alle Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Alle Spendengelder kommen direkt Haischutz-Projekten und der damit verbundenen Bildungs- und Informationsarbeit zugute. Neben der Dachorganisation Sharkproject International existieren derzeit Landesorganisationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Seit 2016 ist Sharkproject Vollmitglied der International Union for Conservation of Nature (IUCN), dem weltweit größten Netzwerk für Umwelt- und Artenschutz. Weitere Informationen finden Sie unter: www.sharkproject.org

Titelfoto: H.Futterknecht

> Brief an die Regierung der Malediven zum Nachlesen deutsch

> Englisch

> Divelhi

 

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