15. November 2012 admin

Kampagnenstart auf den Azoren

Man muss es eine Schande nennen, denn es findet auf europäischem Boden, bei den Azoren statt: etwa einhundert spanische und dreißig portugiesische Fischtrawler vom Festland haben eine offizielle Lizenz, vor den Azoren Haifsche zu töten. Jeden Monat werden nun nur in Horta / Faial mindestens 1.500 Blau- und Makohaie aus den Gewässern rund um die Azoren angelandet, zur Weitervermarktung nach Asien und Spanien.

SHARKPROJECT startet Anfang Dezember eine Kampagne hiergegen, gemeinsam mit der Agentur Azoren Archipel. Ziel ist es Aufmerksamkeit für das Problem des Haifangs zu erzeugen, und ein deutliches Zeichen gegen den Haifleischkonsum zu setzen.

In den Restaurants und Hotels, und natürlich in den berühmten Tauchbasen der Inselgruppe werden wir Aufmerksamkeit und Sensibilisierung erregen. Auch wenn recht wenig Hai auf den Azoren gegessen wird, so findet man durchaus Haisuppe und Haifleisch auf den Speisekarten der Restaurants der Inseln. Die Einwohner sind hierbei kaum darüber informiert, wie gesundheitsschädlich Haifleisch durch das eingelagerte, hochtoxische Methylquecksilber ist – wir werden hier den Gastgebern erklären, wie sie es vermeiden können, die Gesuindheit ihrer geschätzten Gäste zu schädigen.

Aber auch touristisch ist unser Anliegen auch eines der Inselbewohner: Lebende Haie sind nicht nur wichtig für das Ökosystem, sondern eben auch ein lukrativer touristischer Faktor für die Inseln. Die weltbekannten und -beliebten Blauhaie der Azoren sind ein Garant für Tauchtourismus. Sie sind bares Geld wert, und zwar in größerem Umfang als durch die Einmalverwertung der Fischereiindustrie. Jeder einzelne Taucher zahlt 100-150€ für einen Tauchgang mit den Haien. Er wohnt, isst, trinkt, kauft ein, mietet Autos auf den Inseln. Verschwinden die Blauhaie auf Grund der extremen Überfischung, wird auch der Tauchtourismus recht schnell zurückgehen. Die Verantwortlichen auf den Azoren sollen begreifen, dass auch in diesem Fall der „Verkauf des Tafelsilbers“ auch ökonomisch Unsinn ist.

Die Kampagne beginnt Ende November auf San Miguel. Wir werden fortlaufend berichten.

 

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