15. November 2018 .he

HAInoon am Rhein – ein begeisternder Abend in würdigem Rahmen

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Bereits zum zweiten Mal hat SHARKPROJECT Germany zu HAInoon geladen – diesmal in das ehrwürdige Museum Koenig nach Bonn. 150 Freunde, Förderer und Interessierte kamen – und wurden spannend durch den Abend geführt.

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Im Umlauf des Saals hatten wir neben Infoständen zu unseren laufenden Kampagnen die große Sammlungsausstellung zur Plastikvermüllung der Gewässer aufgebaut – eine Vielzahl von Exponaten und Videos dokumentieren die erschreckende verbreitung von Plastik. Kleinste Mikroplastikpartikel, die inzwischen überall nachgewiesen werden, wo Wasser hinkommt, aber auch größere Teile: Spuren der menschlichen „Zivilisation“, die einen durchaus oft sinnvollen Werkstoff in unfassbaren Mengen in die Natur entsorgt, wo die Teile für Jahrzehnte und -hunderte weiterbestehen. Die schönsten urlaubsgebiete sind ebenso betroffen wie alle anderen Küsten und Gewässer – Plastik ist schlicht überall.

Derart eingestimmt, wurden die Zuschauer von Heiner Endemann begrüßt, der auf die historische Bedeutung des Museumsgebäudes in Bonn hinwies, in dem 1948 der Parlamentarische Rat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verfasste. Nach dem Blick in die Vergangenheit richtete er das Augenmerk auf die Zukunft und die kommende Kampagne „Ausgestorben ist für immer“. Es ist einfach falsch, Arten aussterben zu lassen aus Unwissenheit oder wirtschaftlichem Streben. Hiergegen streitet ab der nächsten „boot“ die kommende Kampagne von SHARKPROJECT.

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Einen doppelten Haibezug hatte der folgende Programmpunkt: Meik Obrock interviewte die Eishockeyspieler Mirko Lüdemann und Sebastian Uvira zu Parallelen und Unterschieden des Lebens als Hai unter Wasser und auf dem Eis. Exklusiv wurde hierbei ein Video gezeigt, dass den Hai Uvira als Taucher unter Wasser zeigte, der für Werbeaufnahmen mit sportlicher Menge Bleigewichten fast die Eleganz der Fische erreichte. Ansonsten sind durchaus Entsprechungen festzustellen, wenn es um Fragen der Anpassung an die Umstände geht, um Gnade für Gegner und Feinde, um einen intelligenten Jagdstil, der erforderlichenfalls auch sehr robust sein kann – die besonderen Sinne des Hais, Wesen zu spüren, die er nicht sehen kann, hätte Mirko Lüdemann während seiner Karriere gerne gehabt, und nachwachsende Zähne hat die Evolution den Eishockeyspielern auch noch nicht gegönnt.

Die Versteigerung von zwei von der gesamten Mannschaft des KEC unterzeichneten Fanartikeln wurde begonnen: der Plüschhai brachte zum Zuschlagsende am Montagabend 307 €, ein aktuelles Trikot sogar knapp über 500 €. Für diese Unterstützung der Spendeneinkünfte danken wir dem KEC und den teilnehmenden Spielern an dieser Stelle herzlich.

Foto: Daniel Brinkmann / SHARKPROJECT

Ein Grußwort von Moritz Müller, dem ersten Botschafter der Haie unter den Eishockeyspielern, vom Nationalmannschaftseinsatz rundete den Programmpunkt ab. Ein Grußwort von Hannes Jaenicke leitete zum nächsten Punkt über: Der Schauspieler Daniel Roesner wurde von Friederike Kremer-Obrock interviewt. Daniel knüpfte an seinen ersten Besuch bei SHARKPROJECT bei HAInoon 2017 im Kölner Gloria-Theater an und plädierte für persönlichen Einsatz eines jeden gegen die Plastikschwemme. Als Botschafter der Anti-Plastik-Kampagne von SHARKPROJECT hat er die Plastiksammel-Challenge angeführt, und setzt das Sammeln fort, wann immer er die Zeit dafür findet. Wenn jeder bei jedem Spaziergang fünf Stück Plastik sammelt und ordentlich dem Recycling zuführt, stellt dies einen großen Lösungsansatz dar. Plastik zu vermeiden indes, wie Daniel Roesner es auch mit seiner eigenen Surfbrettmanufaktur vornimmt, bleibt der Königsweg.

Foto: Daniel Brinkmann / SHARKPROJECT

Foto: Daniel Brinkmann / SHARKPROJECT

In der halbstündigen Pause gab es für die Gäste neben Getränken und dem Zugang zur sehenswerten Ausstellung „Planet 3.0“ des Museums Koenig auch einen virtuellen Tauchgang mit modernen 3D-Brillen, die der Taucher Lukas Müller zur Verfügung gestellt hat.

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Foto: Natalie Schultens / SHARKPROJECT

Lukas Müller hielt im zweiten Teil des Abends einen fulminanten Vortrag, in dem er von seinen Reisen als forschender Freitaucher berichtete, der u.a. mit Dr. Hoyos bei Guadalupe Große Weiße Haie taggt, um deren Migrations- und Fortpflanzungsverhalten zu dokumentieren, was für Schutzzonenanträge notwendig ist. Die „blaue Serengeti“ bei Mosambik ist ihm ein besonderes Anliegen – hier soll ein Schutzgebiet entstehen, in dem die einheimische Bevölkerung zum Schutz der Haie aktiv mitwirkt und das Aussterben der großen Haiarten verhindert wird. Denn: Ausgestorben ist für immer.

Foto: Daniel Brinkmann / SHARKPROJECT

SHARKPROJECT bedankt sich bei allen Gästen und Mitwirkenden – wir haben gemeinsam einen schönen und informativen Abend gestaltet, dessen Botschaft aus dem Museum Koenig ausstrahlen soll: lasst uns die Haie schützen, denn sie sind es wert, und wir brauchen sie!

Fotos: Natalie Schultens, Daniel Brinkmann/ SHARKPROJECT

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