27. September 2013 admin

FINNING. Ein Roman – gegen die Haiflossen-Lobby in Costa Rica

Das Verbot des Haiflossenhandels in Costa Rica im letzten Jahr bedeutete auch das Ende der flossenverarbeitenden Industrie. Ein Riesenerfolg für den Haischutz, denn bis dahin war Costa Rica eine der Hauptdrehscheiben für den internationalen Haiflossenhandel.

Doch es geht dabei um viel Geld, und die Lobby der Haifänger wächst wieder. Es bleibt höchste Zeit, dagegen etwas zu unternehmen.

Die Organisationen PRETOMA und SHARKPROJECT, die beide maßgeblich an dem Erfolg beteiligt waren, haben sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen: Mit Unterstützung der Meeresschutzorganisation MISSION DEEP BLUE wurde der erfolgreiche Abenteuerroman FINNING in spanischer Sprache produziert. Gerhard Wegners Roman, der in Thriller-Manier die Geschichte der Finning-Mafia in Costa Rica erzählt, soll bei Presse- und Regierungsvertretern des Landes das Bewusstsein für diese Zeit wachhalten und einen starken Gegenpol gegen die langsam wieder stärker werdende Finning-Lobby bilden.

Das erste Exemplar des Buches, das Ende September in Costa Rica angekommen ist, wurde der Präsidentin des Landes Laura Chinchilla  offiziell übergeben. Ihr ist das Buch auch gewidmet, denn ohne sie und ihr Engagement wäre ein Verbot des Finnings wohl nie zustande gekommen. Als kleiner Kunstgriff wurde auch das Geschlecht des costaricanischen Präsidenten im Roman angepasst: In der spanischen Ausgabe der Geschichte ist es eine Präsidentin.

Die Erlöse des Romanverkaufs im Lande finanzieren weitere Haischutzaktionen und -kampagnen.

Foto (c) PRETOMA

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