15. Januar 2020 Maria Paternoga

Ein weiteres Zeichen gegen den Handel mit Haien

(c) Christine Gstöttner

Seit letzter Woche ist klar, New Jersey ist der EU einen großen Schritt voraus, wenn es um Haischutz geht. Dort wird ab kommendem Jahr der Handel von Haiflossen verboten sein. Das entsprechende Gesetz hat Gouverneur Phil Murphy unterzeichnet und dabei einen enormen Schritt zum Wohl der Haie gemacht.

Aktuell werden allein 72 Millionen Haie jährlich aufgrund ihrer Flossen getötet. Allein 70 Haiarten sind aufgrund dessen vom Aussterben bedroht. Schaut man nach Europa, so gibt es zwar seit 2013 die Regulation „Fins Naturally Attached“, d.h. dass Haiflossen bis zum Umladen am Hafen nicht vom Körper abgeschnitten werden dürfen, aber trotzdem werden immer noch allein 29.000 Tonnen Blauhai gefischt. Das entspricht in etwa 1.000.000 Haien dieser Art.

Aufgrund der Vielzahl der Haiarten ist noch keine einzige im Washingtoner Artenschutzabkommen (Anhang I) aufgeführt, was den weltweiten Handel untersagen würde und somit auch die kommerzielle Nutzung. 85 Arten befinden sich aktuell bereits auf der roten Liste der IUCN.

Nun wollen auch wir endlich ein Statement setzen. Dazu haben sich Organisationen wie Sea Shepherd, Bloom, die Deutsche Stiftung Meeresschutz, Sharkproject und viele mehr zu einer Bürgerinitiative unter dem Motto „Stop-Finning-Stop the Trade“ zusammengeschlossen.  Ab 01.02.2020 läuft der Countdown um 1.000.000 Unterschriften von EU-Bürgern zu sammeln, um Politiker dazu zubringen zu handeln. Jeder EU-Bürger kann ein Zeichen gegen den Handel von Haiflossen und die brutale und verschwenderische Ausbeutung unserer Meere setzen. Eine Pressekonferenz zu diesem Thema wir am 19.01. auf der Boot stattfinden.

Mehr Informationen dazu unter www.stop-finning.eu

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