29. Juni 2019 Nils Kluger

Die Schillers und die Schillerlocken…

Schillerlocke im Verkauf auf dem Hamburger Fischmarkt 

Das bekannte Wiener Society-Paar Jeannine und Friedrich Schiller feierte kürzlich seinen 40. Hochzeitstag im bekannten Promi-Lokal Marchfelderhof nahe Wien. Als besonderes Schmankerl – sowohl die Kronen-Zeitung, als auch der Kurier berichteten – wurden auf der Feier Schillerlocken gereicht.

Sharkproject reagierte und schrieb beide Tageszeitungen öffentlich an:
Dass sich Jeannine Schiller zu ihrem Hochzeitstag Schillerlocken servieren lässt, mag ein für die unwissende/unaufgeklärte Mehrheit lustig klingendes Wortspiel sein. Ist es aber nicht. Denn dieser Kalauer gefährdet Umwelt und Gesundheit. Seit Jahren kämpft Sharkproject mit der Kampagne „Schillerlocke-Killerlocke“ gegen die vermeintliche Delikatesse. Schillerlocken werden aus dem Bauchlappen des Dornhaies erzeugt, der wie viele andere Hai-Arten weltweit vor der Ausrottung steht und von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „gefährdet“ auf der Roten Liste geführt wird.
Zudem warnen zahlreiche Lebensmittel- und Ernährungs-ExpertInnen – darunter die EU, die WHO und das Bundesumweltamt – vor dem Verzehr der Schillerlocken, da das Fleisch größtenteils mit Methylquecksilber schwer belastet ist und irreparable Schäden für den menschlichen Organismus verursachen können, wie etwa: schwere Hirn-, Nerven- und Nierenschäden, Missbildungen bei Ungeborenen, Unfruchtbarkeit und sogar Krebs.

Sharkproject hat über Jahre, zuletzt 2018, in staatlich anerkannten Laboren Proben testen lassen. Fazit: Ein sehr hoher Anteil von Dornhaien im Handel ist weit über die ohnehin zu hoch angesetzten Grenzwerte mit Schwermetallen belastet. Die Meldung, dass eine Rubinhochzeit mit diesem speziellen Gericht gefeiert wurde, zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit in Form des Erhalts unserer Umwelt durch Unwissenheit weiterhin gefährdet wird. Sharkproject hat deshalb Vorträge zur Kampagne „Schillerlocke ist Killerlocke“ angeboten, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Sehr gerne würden wir hierzu auch Frau Schiller mit ihrem Ehegatten in den Marchfelderhof einladen.

Eine erste Reaktion haben wir bereits erhalten: Die Geschäftsleitung des Marchfelderhofs hat Kontakt mit Sharkproject aufgenommen – in einem aufklärenden Gespräch konnten wir auf die dramatische Lage der Haie hinweisen. Uns wurde versichert, dass diese vom aussterben bedrohte Tierart künftig nicht mehr angeboten wird. Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam an einer Charity-Veranstaltung inklusive Vortrag zum Thema „Schillerlocke ist Killerlocke“ im Marchfelderhof.

Wir halten Euch am Laufenden.

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