Die DNA Anlayse – erste Ergebnisse liegen vor

Mit sensationellem Erfolg haben wir vor einem Jahr die Spendenaktion zugunsten des DNA Analyse Projekts mit Großen Weißen Haien ins Leben gerufen. Damit konnten wir der bekannten Haiforscherin und Meeresbiologin Dr. Sara Andreotti (Universität Stellenbosch, Südafrika) helfen,  ihre Untersuchungen der DNA von Großen Weißen Haien erfolgreich fortzusetzen.

Dr. Andreotti versucht mit der Auswertung von DNA Proben herauszufinden, ob es zwischen der kleineren Population von Weißen Haien vor Südafrika und den größeren Gruppen um Australien zum Gen-Austausch kommt; diese genetische Diversität wäre für das weitere Überleben der südafrikanischen Haie sehr wichtig.  Die Entschlüsselung („Sequenzierung“) der Gewebeproben ist aber mit Kosten verbunden; 15 Euro für einen Hai scheint nicht viel, aber bei der großen Anzahl von Proben konnte die junge Wissenschaftlerin die Laborkosten nicht mehr alleine aufbringen.

Dr. Sara Andreotti
marine Biologist, PhD
Postdoctoral Researcher Evolutionary Genomics Group

Dank der Spendenfreudigkeit unserer Mitstreiter, Mitglieder und Freunde konnte bei rund 300 Weißen Haien aus australischen Gewässern die DNA entschlüsselt und für Vergleiche mit der südafrikanischen Gruppe herangezogen werden!

 

 

„Without your support this would not have been possible. Thank you so much.”

Dr. Sara Andreotti

Nachdem man aufgrund von Satelliten-Überwachungen und vorläufigen genetischen Untersuchungen zur Ansicht gelangt war, es habe Wanderbewegungen zwischen diesen beiden Populationen gegeben, war es sehr wichtig, den Gen-Fluss zwischen diesen beiden Gruppen zu untersuchen. Schließlich besteht die Hoffnung, dass es – von Australien her – zu einer Blutauffrischung der Weißen Haie vor Südafrika kommt.

Es wurden Datenanalysen der mtDNA  (839bp) durchgeführt, um möglichen interkontinentalen Austausch von Genen zu belegen.  Vorläufige Ergebnisse weisen – aufgrund der historischen Aufsplitterung der verschiedenen Populationen – leider auf einen sehr geringen Gen-Fluss zwischen Südafrikanischen und Australischen Weißen Haien hin.

Die Graphik verdeutlicht, wie gering die genetische Diversität der Atlantischen Gruppe (blau) im Vergleich zur Indo-Pazifischen Gruppe (gelb) ist.

Trotz nachweislicher einzelner Fälle von Migration wird es daher noch vertiefter DNA-Untersuchungen bedürfen um festzustellen, ob es sich dabei nur um sporadische Vorfälle handelt, oder ob diese tatsächlich zu einer signifikanten Auffrischung der beiden Gen-Poole beitragen.

Sollte der Gen-Pool der Südafrikanischen Weißen Haie wirklich am Austrocknen sein, dann können wir es uns nicht mehr leisten, dass auch nur ein einziger weiterer Weißer Hai menschlicher Gier oder sinnlosen „Schutzmaßnahmen“ zum Opfer fällt!

 

Text: Michael Mather

Fotos: Dr. Sara Andreotti

 

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