3. Februar 2019 Nils Kluger

Der Weiße Hai entschlüsselt – Sharkproject unterstützt DNA-Analyse in Australien

Der Weiße Hai (Carcharodon Carcharias) ist einer der faszinierendsten Meeresbewohner, aber leider auch einer der am meisten gefährdeten. Manche Wissenschaftler sagen, die weltweite Population sei bereits zu klein, damit diese Art langfristig überleben kann. Wir glauben, dass es noch nicht zu spät ist!

Leider ist noch immer viel zu wenig über den Großen Weißen Hai bekannt, um konkrete und erfolgreiche Schutzmaßnahmen zu erzwingen. Viele Fragen sind noch offen: Wo bekommen die meisten Weibchen ihre Jungen? Wo wachsen diese auf und sind daher dort besonders zu schützen? Gibt es ein Sozialverhalten innerhalb und zwischen den einzelnen Populationen? Wie sehen die globalen Wanderrouten aus? Wie groß ist der noch vorhandene Gen-Pool?

Ein unverzichtbares Mittel zur Beantwortung dieser Fragen ist es, die DNA möglichst vieler Weißer Haie zu entschlüsseln. Dies ermöglicht Aussagen über die genetische Verwandtschaft zwischen verschiedenen, scheinbar lokalen Populationen, und ermöglicht valide Erkenntnisse über Migrationsverhalten und mögliche soziale Bindungen. Einen faszinierenden ersten Einblick in das bisher völlig unbekannte Sozialverhalten der Weißen Haie haben jüngste Ergebnisse einer DNA Analyse durch Dr. Mauricio Hoyos (siehe unser Projekt Great White Mystery) an der Westküste Mexikos gebracht.

Dr. Sara Andreotti im Labor

Sharkproject hat die einmalige Möglichkeit, diese Forschung weiter voranzutreiben. Eine engagierte Meeresbiologin von der Stellenbosch Universität in Südafrika, Dr. Sara Andreotti, untersucht, in Zusammenarbeit mit Professor Jennifer Ovenden (University of Queensland in Brisbane), eine große und aktuelle Sammlung von Gewebeproben aus australischen Gewässern. Diese Proben stammen von Weißen Haien, die vermutlich noch nie vorher wissenschaftlich untersucht wurden. Ziel der Untersuchung ist es nun, die Proben aus den australischen Gewässern (siehe Abbildung: Gebiet B) hinsichtlich ihrer DNA auszuwerten und anschließend mit DNA von Weißen Haien aus Südafrika (siehe Abbildung: Gebiet A) zu vergleichen Hiervon erhoffen sich die Wissenschaftler aufregende neue Erkenntnisse über Verwandtschaft und Beziehungen zwischen Haien über eine Distanz von tausenden Seemeilen hinweg. Auch Dr. Mauricio Hoyos, mit dem Sharkproject im Projekt „Great White Mystery“ zusammenarbeitet, wird mit seinen Erkenntnissen aus Mexiko (siehe Abbildung: Gebiet C) in diese Forschung eingebunden werden. So könnte vielleicht eine bisher völlig unbekannte Migration über den Pazifik nachgewiesen werden. Das wäre eine echte Sensation!

Untersuchungsgebiete

Die Auswertung der Gewebeproben, die sogenannte „Sequenzierung der DNA“, ist aufwendig und kostspielig. Dr. Andreotti musste die Mittel für die Nutzung des Labors bisher selbst aufbringen. Das führt zu Verzögerungen, die wir uns eigentlich bei der Rettung des Weißen Haies nicht mehr leisten können. Sharkproject hat die Kosten für die Auswertung von 150 Gewebeproben übernommen, um rasch zu ersten Ergebnissen zu kommen. Eine DNA-Sequenzanalyse kostet 15 Euro je Probe. Um die Studie der australischen Weißen Haie umfasst 250 Proben. Ihr könnt die Analyse der letzten 100 Proben durch eine Spende von 15 Euro unterstützen. Bitte nutzt dafür das Spendenkonto von Sharkproject International und den Verwendungszweck „Weißer Hai“:

IBAN DE32 5019 0000 4103 2920 99
BIC/SWIFT: FFVB DE FF XXX
Frankfurter Volksbank EG

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