30. Januar 2016 .he

Der US-Bundesstaat Kalifornien und der aktuelle Präsident von Costa Rica, Luis Guillermo Solís sind die Preisträger der SHARK AWARDS 2016

(c) SHARKPROJECT

SHARKPROJECT hat auch 2016 wieder den positiven und den negativen Haischutzpreis an diejenigen vergeben, die im Vorjahr besonders vorbildlich bzw außerordentlich frevelhaft aufgefallen sind.

Traditionell während der weltgrößten Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf wurden heute nachmittag live auf der Showbühne am Tauchturm in Halle 3 die Preisträger der diesjährigen SHARK ENEMY- und SHARK GUARDIAN-Awards vorgestellt, der weltweit einzigen Haischutz-Awards.

Abgestimmt haben für die AWARDS 2016 (wie berichtet) 31 internationale Meeresschutzorganisationen.

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SHARK GUARDIAN – Haischützer des Jahres 2016 – ist der Staat Kalifornien.

Der US-Bundesstaat wird für die konsequente Umsetzung und Kontrolle des 2012 beschlossenen Gesetzes zum Verbot des Handels mit Haiflossen ausgezeichnet. Kalifornien ist vorbildlich in der Verfolgung von Vergehen gegen das Gesetz – wahrhaftig im Weltvergleich keine Selbstverständlichkeit in diesem Thema. Der Staat, der vor 2012 der zweitgröflte Haiflossenimporteur und -umschlagplatz der Welt war, hat damit ein deutliches, internationales Zeichen gesetzt.
SHARKPROJECT hat die Umsetzung des Gesetzes in den Jahren nach der Verkündung intensiv kontrolliert, bevor der Award verliehen wurde. Der Award wird von einer US-Partnerorganisation von SHARKPROJECT übergeben werden.

 

Ein paar tausend Meilen südlich sieht die Welt sehr anders aus. In Costa Rica.

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SHARK ENEMY – Haifeind des Jahres 2016 – ist Luis Guillermo Solís, Präsident von Costa Rica.

Durch seine geografische Lage und seine korrupten Politiker war Costa Rica einer der Hotspots des Haiflossenhandels. Der damalige Präsident Abel Pacheco erhielt daher vor 10 Jahren den SHARK ENEMY AWARD 2006 für seine Politik, insbesondere auch die der versteckten private Docks, die jede Gesetzeskontrolle verhinderten. Mit der nachfolgenden Präsidentin Laura Chinchilla Miranda gab es ein Umdenken. Sie verbot den Handel mit Haiflossen und die Nutzung der heimlichen Anlandeplätze und machte Costa Rica hierdurch erstmals zu einer der führenden Haischutz-Nationen. Trotz weiterhin bestehender Missstände wurde sie für diesen auch innenpolitisch mutigen Schritt 2013 mit SHARK GUARDIAN des Jahres (gemeinsam mit Sir Richard Branson) ausgezeichnet.
Leider war der innenpolitische Druck zu groß – sie wurde nicht wieder gewählt. Schlimmer noch: der Nachfolger Luis Guillermo Solís drehte flugs das Rad der Geschichte zurück und sorgte präsidial für Zustände wie vor einem Jahrzehnt. Alle gesetzlich verankerten Maflnahmen zum Schutz der Haie wurden ausgehebelt; zusätzlich wurden von seiner Regierung viele neue Gesetze und Verordnungen beschlossen, die den Haifang und den Handel mit Haiflossen begünstigen. Die ersten guten Schritte, die in Costa Rica zum Haischutz eingeleitet worden waren, sind mehr als rückwärts gewandt aufgehoben worden.
Dafür gebührt ihm nach Meinung der Jury von 31 internationalen Meeresschutzorganisationen der Award des SHARK ENEMY – des Haifeinds des Jahres. Dieser Politik soll öffentlich die rote Karte gezeigt werden; landesweit und international wurde über die Nominierung im November berichtet und im Land Costa Rica kontrovers diskutiert. Ein Einlenken fand nicht statt.
Der SHARK ENEMY-Award (den sich noch kein Preisträger in Düsseldorf abholen wollte) wird Präsident Solís durch die SHARKPROJECT-Partnerorganisation PRETOMA in San José übergeben werden.

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Fotos/Logos (c) SHARKPROJECT

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