13. Februar 2019 Nils Kluger

Stoppt die elektrische Fischerei in der Nordsee

Die Fischbestände in Europa haben ein so niedriges Niveau erreicht, dass es wirtschaftlich unrentabel geworden ist, auf See zu fischen. Die Fischindustrie befindet sich in einem technologischen Wettlauf um die letzten Fische. Anstatt unsere Fangkapazitäten drastisch zu reduzieren, um die Regeneration der Fischbestände zu ermöglichen, steht Europa kurz davor, die Nutzung von Elektrizität zum effizienteren Fang von Fisch auszuweiten.

Das elektrische Impulsfischen besteht darin, elektrische Schläge in das Sediment zu senden, um die Plattfische einzufangen, die darin leben. Das elektrische Impulsfischen ist von der Europäischen Kommission seit 1998 eigentlich verboten, jedoch werden im südlichen Teil der Nordsee seit 2007 Ausnahmen gewährt. Theoretisch hätten nicht mehr als 5% der Flotten jedes Mitgliedstaates mit Elektroden ausgestattet werden sollen. Die Niederlande haben jedoch seit der Ausrüstung des ersten niederländischen Schleppnetzes im Jahr 2009 viele rechtswidrige Ausnahmen gewährt.

Sharkproject hat sich deshalb einem Schreiben von 32 Umweltschutzorganisationen und Kleinfischereien an europäische Entscheidungsträger (Mitglieder des Europäischen Parlaments, Ständige Vertretungen, Europäische Kommission) angeschlossen, um Aufmerksamkeit für die mangelnde Transparenz und Misswirtschaft bei den laufenden Verhandlungen über die Elektrofischerei zu erzeugen.

Unsere Gemeinsame Forderung: Die europäischen Institutionen müssen die Elektrofischerei in Europa verbieten, um die Zukunft unserer Ozeane und die Wirtschaft in den Küstengebieten zu retten, bevor es zu spät ist.

Dabei kann uns jeder unterstützen. Unter stopelectricfishing.org findet sich eine Anleitung, wie Ihr euch an die zuständigen Politiker eures Landes wenden könnt, um ein Ende der Elektrofischerei zu fordern.

 

 

 

 

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