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Schillerlockeneinkäufe zur Giftanalyse in Märkten


 
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Andreas Keppeler
Sharkproject Deutschland
Sharkproject Deutschland


Joined: 17 Oct 2002
Posts: 18

PostPosted: 02.09.2009 - 14:01    Post subject: Schillerlockeneinkäufe zur Giftanalyse in Märkten Reply with quote

Die Aktion ist angelaufen, SHARKPROJECT handelt!

In ganz Deutschland sind im Moment Leute für uns unterwegs und kaufen Schillerlocken in verschiedenen Märkten ein. Mit einem Belegbogen zur Auflistung der Eckdaten, wie Handelsunternehmen, Kaufort, Kaufdatum, Kassenbeleg und Einsender werden die Schillerlocken dann im Auftrag von Sharkproject an ein zertifiziertes und zugelassenes Labor zur Untersuchung auf Gesamtquecksilber gesendet. Die Kosten der Analysen trägt SHARKPROJECT Deutschland e.V..

Da es mehrere offiziell anerkannte Studien gibt, die den Anteil von Methylquecksilber am Gesamtquecksilber in Dornhaien auf 99% beziffern, ist es nicht nötig die extrem teure Analyse auf das Methylquecksilber machen zu lassen. Die Untersuchung auf Gesamt-Quecksilber die je Probe knapp unter 50,-€ kostet genügt.

Der in Europa festgelegte Höchstwert liegt bei 1,0 mg/kg Haiprobe. Dies entspricht 1000 Microgramm pro Kilo Fleisch.

Alles was höher liegt, ist dementsprechend illegal im Handel!

Insgesamt nehmen wir 100 Proben in Deutschland und 20 in Österreich gekauft und untersucht. Die Proben in Österreich werden ebenfalls von einem offiziell akreditierten Labor untersucht.

Wir sind ganz gespannt auf die Untersuchungsergebnisse, die ersten Schillerlocken sind bereits im Labor eingetroffen.

Und hier nochmals der Aufruf:

"Wer ein Unternehmen kennt, das die vom Aussterben bedrohten Dornhaie in Form von Schillerlocken oder als geräuchertes Filet (Seeaal) anbietet möchte dies bitte jetzt, bei SHARKPROJECT melden!"




Meldungen bitte an: Info@sharkproject.org

Viele Grüße

Euer


Dr. Andreas Keppeler
Präsident SHARKPROJECT Germany e.V.
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Andreas Keppeler
Sharkproject Deutschland
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Joined: 17 Oct 2002
Posts: 18

PostPosted: 07.09.2009 - 09:45    Post subject: Interessanter Verlauf der Probeneinkäufe Reply with quote

Waren wir mit dem Start der Schillerlockeneinkäufe zum Zweck der Quecksilberanalysen, anfangs gespannt, ob zum Beispiel EDEKA reagiert hat, wurden wir doch heftig vom Markt überrascht! Es gibt gar nicht so wenige Anbieter von Schillerlocken in Deutschland!

METRO Deutschland hat uns extrem enttäuscht!
Hatten wir doch lange die Aussagen des Konzerns, keine Haiprodukte mehr anzubieten, als gutes Beispiel auch an andere weiter gegeben, so haben wir jetzt in vielen METRO-Märkten, in ganz Deutschland Schillerlocken vom Dornhai in Hülle und Fülle gefunden. Um dem Ganzen aber noch eins drauf' zu setzen, sind die Fanggebiete ausgewiesen als Nordost-Atlantik und Nordwest-Atlantik, also ganz sicher alles andere als aus Gebieten, in denen bis vor wenigen Jahren Bestände noch als stabil galten. Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz scheint in dieser Hinsicht bei METRO Deutschland inzwischen wieder ganz klein geschrieben zu werden.
Wir haben in diesen Märkten reichlich Schillerlocken eingekauft und zur toxikologischen Untersuchung ins Labor geschickt.

EDEKA Rhein-Ruhr hält sich an die Aussage kein Haifleisch in den Märkten und das ist gut so!

Bei den meisten EDEKA-Märkten, in Deutschland, die noch vor wenigen Wochen Schillerlocken führten, wurden wir informiert, daß momentan keine Schillerlocken angeboten werden.
Als Grund wurde in einigen Märkten die Überfischung genannt (gut) oder Firmenpolitik, - 'es sei ein Schreiben aus der Zentrale gekommen, man solle auf keinen Fall auch nur ein Gramm Haifleisch anbieten!' -. Das Thema Gift in Haifleisch bzw. Verbraucherschutz als Argument, wurde uns von keinem Verkäufer genannt, was wir sehr schade finden, da auch diese Gelegenheit von EDEKA wieder nicht genutzt wurde, den Kunden die ganze Wahrheit über giftbelastetes Haifleisch zu erklären!
Bei der Gelegenheit hätte man dies auch gleich den Marktleitern und Verkäufern an den Theken erklären können...

Das Thema Nachhaltigkeit und damit Artenschutz ist nur ein Teil, der die Verbraucher interessiert.

Der Punkt Vergiftungsrisiko durch organisches Quecksilber in Topräubern der Meere, wird aber wohl noch immer am liebsten unter den Tisch gekehrt!

Viele Grüße

Euer

Dr. Andreas Keppeler
Präsident SHARKPROJECT Germany e.V.
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Stefan Wilhelm



Joined: 13 Jul 2008
Posts: 184
Location: Wilhelmshaven

PostPosted: 07.09.2009 - 10:46    Post subject: Reply with quote

Hallo,

Quote:
....wurden wir doch heftig vom Markt überrascht! Es gibt gar nicht so wenige Anbieter von Schillerlocken in Deutschland!

Hier sollte aber gesagt werden, dass dies weniger die grossen Ketten sind, sondern vielmehr die kleinen Fischhändler an der Ecke. In Varel soll es allein 17!! Händler geben, die Dornhai oder andere Haiprodukte verkaufen. "Soll" deshalb, weil ich die Infos noch nicht geprüft habe ( ich glaub' nicht alles, was man mir erzählt Twisted Evil ). Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn die Zahl noch höher wäre. In WHV ist die Firma Kalter (http://www.send-a-fish.de/a18-schillerlocke-geraeuchert.html) mit einigen Filialen und Verkaufswagen zu nennen. Ein grosses Problem ist in diesem Zusammnhang auch die Haltung der Deutschen See.

Das die MeHg-Problematik natürlich nicht oder nur am Rande genannt wird ist eigentlich klar. Die wäre ,oder besser ist, ja auch auf andere Fischarten übertragbar. Da passt der Artenschutzgedanke besser, denn nicht jede hoch belastete Fischart gilt als gefährdet und mit dieser Argumentationskette lassen sich diese dann auch ohne Widerspruch zur "Firmenpolitik" verkaufen.

Gruss
Stefan
_________________
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Andreas Keppeler
Sharkproject Deutschland
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Joined: 17 Oct 2002
Posts: 18

PostPosted: 07.09.2009 - 16:06    Post subject: Wie erreicht man die vielen Anbieter von Schillerlocken? Reply with quote

Hai auch!

Ja klar sind es auch die vielen kleinen Anbieter von Fischprodukten, die in der Summe eine riesige Tonnage an bedrohten Tieren vertreiben.

Warum also gehen wir so vor, wie wir es tun?

Bei den großen Ketten sind die Haiprodukte ein kleines Nischenprodukt und der Imageverlust ist gigantisch, wenn nachgewiesen werden kann, daß in einem erheblichen Maße die gesetzlichen Höchstgrenzen für Quecksilber überschritten wurden. Wenn man den gesamten Verkauf eines großen Verbrauchermarktes bundesweit sieht, kommt schon so einiges zusammen, und oft ist der Großhändler, der die Märkte beliefert die DEUTSCHE SEE.

Die kleinen Händler sehen sich als ganz kleines Rad, jeder für sich und sagen natürlich, "Es verzichten ja nicht mal die Großen auf den Vertrieb, der vom Aussterben bedrohten Arten, also fällt mein kleines Angebot doch gar nicht ins Gewicht!"

Klassisch! - Immer mit dem Finger auf die anderen zeigen und am eigenen Verhalten nichts ändern!

Besonders hier müssen wir sehr vorsichtig sein, nicht unsere Klinge, durch interne Diskussionen selbst stumpf zu machen, die Argumentationsachse!
Wenn wir eine der Anbietergruppen zu sehr aus dem Fokus lassen, wie jetzt durch die Argumente von Stefan Wilhelm, könnte passieren, daß unsere Kampagne im Sande veläuft!

Wir messen selbstverständlich auch von den kleinen Fischhändlern die angebotenen Schillerlocken auf Giftgehalt.

Bei den kleinen Händlern, weil es viel zu viele sind muß aber die Einsicht, mit dem Angebot von Schillerlocken die eigene Kundschaft zu vergiften im Vordergrund stehen, jeder einigermaßen verantwortungsbewußte kleine Händler der das eingesehen hat wird keine Haiprodukte mehr anbieten.

Wir würden uns viel mehr Menschen wünschen, die konkret einen Fischladen kennen und dem Verkäufer in die Augen sehen, dann eine anständige Schillerlocke kaufen und ins Labor schicken. Nach der Analyse geht man mit dem Ergebnis wieder in das Geschäft und konfrontiert diesen Händler mit seinem Gift!

Der Artenschutz ist leider eine Währung, die außerhalb der Kreise der Umweltschützer wertlos ist und nichts gilt.
Mit dem Verbraucherschutz aber hat uns die Natur bei den bedrohten Haien ein mächtiges Argument geliefert, das wir jetzt konsequent und präzise einsetzen.

Helft mit und meldet Euch bei Info@sharkproject.org , wenn Ihr einen Schillerlocken-Anbieter kennt und bereit seid, selbst initiativ zu werden!

Vergesst nicht, die Händler aufzuklären, daß sie keine bedrohte und giftbelastete Tierart anbieten sollen, ist nur eine Seite der Münze, auf der anderen ganz wichtigen Seite sollen die Menschen lernen, wie bedrohlich der Verzehr von Haien für die eigene Gesundheit und die globale Funktion der Meere ist!



Euer


Dr. Andreas Keppeler
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