Hier sollte aber gesagt werden, dass dies weniger die grossen Ketten sind, sondern vielmehr die kleinen Fischhändler an der Ecke. In Varel soll es allein 17!! Händler geben, die Dornhai oder andere Haiprodukte verkaufen. "Soll" deshalb, weil ich die Infos noch nicht geprüft habe ( ich glaub' nicht alles, was man mir erzählt
). Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn die Zahl noch höher wäre. In WHV ist die Firma Kalter (http://www.send-a-fish.de/a18-schillerlocke-geraeuchert.html) mit einigen Filialen und Verkaufswagen zu nennen. Ein grosses Problem ist in diesem Zusammnhang auch die Haltung der Deutschen See.
Das die MeHg-Problematik natürlich nicht oder nur am Rande genannt wird ist eigentlich klar. Die wäre ,oder besser ist, ja auch auf andere Fischarten übertragbar. Da passt der Artenschutzgedanke besser, denn nicht jede hoch belastete Fischart gilt als gefährdet und mit dieser Argumentationskette lassen sich diese dann auch ohne Widerspruch zur "Firmenpolitik" verkaufen.
Gruss
Stefan
Andreas Keppeler - 07.09.2009 - 16:06
Post subject: Wie erreicht man die vielen Anbieter von Schillerlocken?
Hai auch!
Ja klar sind es auch die vielen kleinen Anbieter von Fischprodukten, die in der Summe eine riesige Tonnage an bedrohten Tieren vertreiben.
Warum also gehen wir so vor, wie wir es tun?
Bei den großen Ketten sind die Haiprodukte ein kleines Nischenprodukt und der Imageverlust ist gigantisch, wenn nachgewiesen werden kann, daß in einem erheblichen Maße die gesetzlichen Höchstgrenzen für Quecksilber überschritten wurden. Wenn man den gesamten Verkauf eines großen Verbrauchermarktes bundesweit sieht, kommt schon so einiges zusammen, und oft ist der Großhändler, der die Märkte beliefert die DEUTSCHE SEE.
Die kleinen Händler sehen sich als ganz kleines Rad, jeder für sich und sagen natürlich, "Es verzichten ja nicht mal die Großen auf den Vertrieb, der vom Aussterben bedrohten Arten, also fällt mein kleines Angebot doch gar nicht ins Gewicht!"
Klassisch! - Immer mit dem Finger auf die anderen zeigen und am eigenen Verhalten nichts ändern!
Besonders hier müssen wir sehr vorsichtig sein, nicht unsere Klinge, durch interne Diskussionen selbst stumpf zu machen, die Argumentationsachse!
Wenn wir eine der Anbietergruppen zu sehr aus dem Fokus lassen, wie jetzt durch die Argumente von Stefan Wilhelm, könnte passieren, daß unsere Kampagne im Sande veläuft!
Wir messen selbstverständlich auch von den kleinen Fischhändlern die angebotenen Schillerlocken auf Giftgehalt.
Bei den kleinen Händlern, weil es viel zu viele sind muß aber die Einsicht, mit dem Angebot von Schillerlocken die eigene Kundschaft zu vergiften im Vordergrund stehen, jeder einigermaßen verantwortungsbewußte kleine Händler der das eingesehen hat wird keine Haiprodukte mehr anbieten.
Wir würden uns viel mehr Menschen wünschen, die konkret einen Fischladen kennen und dem Verkäufer in die Augen sehen, dann eine anständige Schillerlocke kaufen und ins Labor schicken. Nach der Analyse geht man mit dem Ergebnis wieder in das Geschäft und konfrontiert diesen Händler mit seinem Gift!
Der Artenschutz ist leider eine Währung, die außerhalb der Kreise der Umweltschützer wertlos ist und nichts gilt.
Mit dem Verbraucherschutz aber hat uns die Natur bei den bedrohten Haien ein mächtiges Argument geliefert, das wir jetzt konsequent und präzise einsetzen.
Helft mit und meldet Euch bei Info@sharkproject.org , wenn Ihr einen Schillerlocken-Anbieter kennt und bereit seid, selbst initiativ zu werden!
Vergesst nicht, die Händler aufzuklären, daß sie keine bedrohte und giftbelastete Tierart anbieten sollen, ist nur eine Seite der Münze, auf der anderen ganz wichtigen Seite sollen die Menschen lernen, wie bedrohlich der Verzehr von Haien für die eigene Gesundheit und die globale Funktion der Meere ist!
Euer
Dr. Andreas Keppeler
Präsident SHARKPROJECT Germany e.V.
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