 |
Foto: |
|
 |
Wie schon bei dem Thema der Nahrungspyramide
angesprochen, sind nur die großen Räuber in der Lage,
die Nahrungsketten und -netze zu kontrollieren und deren dynamisches
Zusammenspiel aufrecht zu erhalten.
Die starke Beanspruchung der Haipopulationen hat schon vielerorts
gezeigt, daß das dortige Gefüge empfindlich gestört
wurde. In Südaustralien wurde über Jahrzehnte der
Große Weiße Hai stark gejagt; als Auswirkung dessen
vermehrten sich die dort lebenden Robben so stark, daß
diese nun vom Menschen regelmäßig dezimiert werden
müssen. Die großen Robben-kolonien führen zu
einer stärkeren Beanspruchung ihrer Zielbeute, d.h. die
nächst tiefere Stufe wird über das Maß hinaus
geplündert.
Dieser Effekt drückt durch alle Ebenen bis ganz nach unten
durch - übermässiges Wachstum und gleichzeitig übermässiger
Konsum führen letztendlich zum Zusammenbruch. Nur das Eingreifen
des Menschen und damit das Ausfüllen der Topräuberfunktion
führte zumindest vorläufig dazu, dass schlimmerer
Schaden im Ökosystem vermieden werden konnte.
Die Regenwälder unserer Erde spielen
eine wichtige Rolle in Bezug auf unser Weltklima, was viele
Menschen aber nicht wissen ist, daß bis zu 75% des Weltsauerstoff
im Meer produziert wird. Das Phytoplankton, das ein großer
Teil der größten Biomasse der Erde ist, produziert
den so wichtigen Sauerstoff. Das Zusammenbrechen der Nahrungsnetze
und -ketten würde zu einer Reduzierung des Phytoplankton
führen. Folglich würde das eine Reduzierung des
Sauerstoffgehaltes ergeben und damit die Menschen und alle
anderen auf Sauerstoff angewiesenen Organismen stark beeinflussen!
|
 |