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Die
einzige und ultimative "Waffe" der Haie sind deren
Zähne; sie dienen dem Angriff, dem Fressen und als Verteidigung.
Sie erneuern sich ständig. Das Prinzip verläuft bei
allen gleich. Die Zähne der Haie sitzen nicht wie bei uns
Menschen im Kiefer, sondern auf einem s.g. "Zahnbett".
Dieses ist eine Art Band, das wiederum
auf dem Kieferknorpel sitzt und durch das Gaumengewebe gehalten
wird. Jeder einzelne Zahn verläuft auf einem eigenen Band,
d.h. wenn einer ausfällt, kann dieser innerhalb kürzester
Zeit ersetzt werden; hiervon wurde auch die Bezeichnung Revolvergebißss
abgeleitet. Jede Art verfügt über ihre eigenen Form
und Anzahl von Zähnen, daher lassen sich optisch sehr ähnliche
Arten oft nur im direkten Vergleich anhand von deren Zähnen
unterscheiden und genau bestimmen. Die Kiefer der Haie sind
nicht mit dem Schädel verbunden und zeichnen sich daher
durch eine hohe Flexibilität aus.
Auf Grund dieser anatomischen Besonderheit kann der Hai
sein Gebiss im Moment des Zubisses nach vorne klappen und danach
wieder zurückziehen. Ein bei Haien oft beobachtetes Verhalten,
was einem Gähnen nahe kommt, dient dem Hai dazu, seine
Kiefer wieder einzurenken.
Für
alle Haie (einige Ausnahmen sind bekannt) gilt das gleiche
Prinzip:
mit dem Unterkiefer wird die Beute gegriffen und gehalten
und mit dem Oberkiefer wird gesägt. Daher kommt auch
das wilde Kopfschütteln, dass gerne von Medien als besonders
aggressives Verhalten beschrieben wird; tatsächlich hat
der aber gar keine andere Möglichkeit, denn die horizontale
Bewegung ersetzt die Kaubewegung.
Daher sind bei fast allen Arten im Unterkiefer die spitzen
Zähne und im Oberkiefer die zumeist dreieckigen mit sägeartigen
Kanten versehenen Zähne zu finden. Dem Tigerhai fehlent
diese Charakteristika; er hat sowohl im Unter- als auch im
Oberkiefer dieselbe Art Zähne.
Der Hai öffnet das Maul und hebt dabei seine Nase nach
oben; sowie ein Kontakt zur Beute vorhanden ist, klappt der
Kiefer nach außen vor und der Zubiss erfolgt.
Bei einigen Haien wie etwa dem Weißhai (Carcharodon carcharias)
stehen die Zähne des Unterkiefers steil nach vorne, so
dass beim öffnen des Maules und dem Ausklappen des Kiefers
die Beute regelrecht aufgespießt wird. Je nach Art und
Größe der Beute wird diese entweder ganz verschlungen,
oder Stücke rausgebissen.
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