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Foto: Harald Bänsch |
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Der Stoff aus dem Haie gemacht
sind Vor
vielen Millionen von Jahren setzte die Evolution die Weiche
für den Erfolg der Haie, indem sie deren schweres und unflexibles
Knochenskelett durch den wesentlich leichteren und flexiblen
Baustoff Knorpel austauschte. Lange Zeit hielt sich die Theorie,
dass Haie ihr Knorpelskelett entwickelten, bevor sich Knochen
im Reich der Tiere gebildeten hatten.
Heute wird diese aber von der Ansicht verdrängt, dass Haie
in einem weiteren Entwicklungsschritt die Kalkeinlagerungen
verringerten und so das heutige Knorpelskelett ausbildeten.
Dies geschah nicht von heute auf morgen, sondern stellte einen
langen Anpassungsprozeß dar. Die Haie spalteten sich so
zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklungsgeschichte
eindeutig von den Vorfahren der Knochenfische ab und bildeten
somit eine eigene Klasse.
Doch nicht nur Haie verfügen über
diesen Baustoff, auch andere Wirbeltiere besitzen "Bauteile"
aus Knorpel. Im menschlichen Körper bestehen beispielsweise
Teile der Nase und den Ohren aus Knorpel, sowie die Bewegungsflächen
aller Gelenke und anderes mehr.
Das Stützkorsett verläuft
in unterschiedlichen Formen, Größen und Stärken
durch den gesamten Körper des Hais, angefangen am Schädel
bis hin zu allen Flossen, sogar die Kiemenspalten werden durch
Knorpelstrukturen gestützt. Muskeln und das Knorpelskelett
ergänzen sich und verleihen dem Hai die notwendige Körperform.
Genau betrachtet ist Knorpel auch Knochen
und unterscheidet sich lediglich in der Konzentration der
einzelnen "Bausubstanzen". Es handelt sich hier
um Fasern aus Proteinen, eingelagert in einer Matrix aus Salzen
und Mineralien. Etwas vereinfacht dargestellt ist Knochen
durch Kalkeinlagerungen gehärteter Knorpel.
Auch bei Haien vollzieht sich in bestimmten Teilen ein solcher
Prozess: in Teilen der Wirbelsäule, der Kiefer, den Zähnen
sowie den Hautzähnchen (Plakoidzähnchen).
Mit zunehmendem Alter der Haie werden so die entsprechenden
Knorpelteile durch Einlagerungen verschiedener Mineralien
gebildet (Kalkifizierung). Allerdings erreichen diese nicht
einen vergleichbaren Festigkeitsgrad eines Knochens von Landwirbeltieren.
Nicht alle Haie verfügen über
das gleiche Maß an Beweglichkeit, die Makrelenhaie etwa
sind schnelle Schwimmer, die einen festen Körper für
starke und richtungsstabile Bewegung besitzen. Ammenhaie hingegen
bewegen sich schlängelnd einem Aal gleich über den
Boden. Ihr Maß der Dinge ist nicht eine schnelle explosionsartige
Beschleunigung, sondern ein hoher Grad an Flexibilität
um in schwer zugänglichen Arealen wie einem Riff sich
entweder eine sicheres Versteck zu suchen oder dort auf Jagd
zu gehen. Der Grund hierfür sind die Strukturen des Skeletts
und der "Gelenke", die diese verbinden.
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