 |
 |
Foto:
Harald Bänsch |
|
 |
Nach neuester Auffassung vieler Wissenschaftler
sollten die Haie nicht mehr mit den eigentlichen Fischen zusammengefasst
werden. Betrachtet man die Entwicklungsstufen der einzelnen
Tiergruppen, so ist in der Tat festzustellen, dass wir Menschen
beispielsweise eine nähere Verwandtschaft zu Molchen aufweisen,
als Knorpelfische zu den Knochenfischen. Für den Laien
leichter zu erkennen sind allerdings die anatomischen Unterschiede
zwischen diesen beiden Klassen.
Knorpelfische besitzen im
Gegensatz zu den Knochenfische keine :
Gasblase
um Auftrieb herzustellen Kiemendeckel,
sondern nur Kiemenschlitze Keine
Schuppen, sondern Hautzähnchen Rückwärtsgang,
da sich ihre Brustflossen nur eingeschränkt bewegen
lassen Weitere
Unterschiede zeigen sich vorwiegend in der inneren Anatomie,
wie beispielsweise der inneren
Befruchtung |
- die unmittelbaren Verwandten der Haie
Rochen sind die unmittelbaren Verwandten der Haie, sie
haben sich bereits in einem frühen Stadium der Evolution
(spätes Trias) von den Haien abgespalten und eine
eigene Unterklasse, mit heute ca. 530 Arten gebildet.
Rochen kennzeichnen sich durch ihren flachen Körperbau
und deren überwiegend "bodenständigen"
Lebensweise. Unter dem Strich sind Rochen aber nichts
anderes, als modifizierte und plattgedrückte Haie. |
Chimären,
auch Seekatzen, Seeratten oder Elefantenfische genannt,
gehören mit zu den bizarrsten Vertretern der Knorpelfische.
Diese bis zu 2 Meter groß werdenden Tiere sind allesamt
Vertreter der Tiefsee, die nur selten in flachere Gewässer
vordringen. Geklärt ist auch nicht, warum wesentlich
mehr weibliche als männliche Tiere in den Netzen
der Fischerei enden.
Die Chimären sind die einzigen Knorpelfische, die
Kiemendeckel wie die Knochenfische besitzen. Sie verfügen
über ein plattenartiges Gebiss, das ihrer Beute voll
angepasst ist - den Krusten- und Weichtieren.
Chimären haben sich vermutlich von einem der urzeitlichen
Haie zur Zeit des Karbon (vor ca. 350 Mio Jahren) entwickelt.
Innerhalb der ca. 1.100 Arten der Klasse der Chondrichthyes
(Knorpelfische), gibt es 34 Chimären-Arten. |
Der Unterstamm (Subphylum) der Wirbeltiere (Vertebrata) umfasst
alle Tiere mit einer Wirbelsäule aus Knochen oder Knorpeln,
also Fische, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetiere.
Obschon es keine gute systematische Charakterisierung ist, bezeichnen
wir dennoch alle Wirbeltiere, die Flossen und Kiemen haben,
als Fische.
Fische sind aber keine eindeutig definierbare Tiergruppe.
Es ist formell nicht richtig, Schleimaale und Neunaugen zur
gleichen Gruppe wie Knorpelfische und Knochenfische zu rechnen,
auch wenn diese üblicherweise als Fische bezeichnet werden.
Die 463 Arten der Haie gliedern sich in eine Vielzahl an Ordnungen
und Familien auf; dabei stellt die Ordnung der Carcharhiniformes
(Grundhaien) mit 8 Familien, 48 Gattungen und rund 260 Arten
mit Abstand die meisten Vertreter. Die
Systematik der Haie
Die wohl markantesten Vertreter
der jeweiligen Ordnung sind :
Engelshaie (Squantiniformes)
Sägehaie (Pristiophoriformes)
Dornhai (Squaliformes)
Grundhaie( Carcharhiniformes)
Makrelenhaie (Lamniformes)
Teppichhaie (Orectolobiformes)
Stierkopfhaie (Heterodontiformes)
6-und 7-Kiemerhaie (Hexanchiformes)
|
Der Engelshai
Der amerikanische Sägehai
Der gemeine Dornhai
Der Graue Riffhai
Der Große Weiße Hai
Der Walhai
Der Hornhai
Sechskiemerhai
|
|
 |
|
|