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Foto: Harald Bänsch |
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Seit Menschengedenken fanden immer wieder
erklärliche, sowie unerklärliche Begegnungen zwischen
Menschen und Meeresbewohnern statt. Mehr als 10.000 Jahre alte
Höhlenzeichnungen in Australien zeugen beispielsweise von
diesen Zusammentreffen.
Selbst griechische Philosophen, beschäftigten sich mit
den Haien und ihren Lebensweisen. Genau wie damals, so "erregen"
die Haie noch heute die Gemüter der Menschen und dies oft
aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Für die
einen ist der Hai die pure Faszination, für andere das
Grauen schlechthin.
Vor allem in den Mythen der Inselvölker Südostasiens
und der Südsee spielte und spielt auch heute noch der Hai
eine nicht unwesentliche Rolle. Es gab regelrecht Sippenhaie,
die mit den unterschiedlichsten Aufgaben beauftragt wurden.
Nicht selten sollten diese Konflikte lösen, böse Botschaften
überbringen oder Flüche ausüben. Um sich derer
Dienste zu versichern wurden den Haien in vielen Kulturen die
Toten geopfert. Die Rolle des Hais spiegelte sich im Kunsthandwerk
auf vielerlei Weise wieder.
Holzschnitzereien, Textilprodukte oder auch Malereien zeugen
von den Gott gleichen Wesen. Auf den Solomonen mussten sich
Jugendliche dem Hai stellen, um in den Stand der Männer
aufgenommen zu werden; um sich bei diesem Ritual der Anwesenheit
der Haie zu versichern, hatten die Fischer eigens hierfür
gebaute Rasseln. Die aus den Schalen von Kokosnüssen oder
ähnlichen Materialien bestehende Rassel erzeugt genau das
Geräuschspektrum, welches den Hai anlockt. Schon die Fischer
dieser Völker erkannten die außergewöhnliche
Stellung des Hais in den Meeren und räumten diesen einen
gebührenden Platz in der "Galerie" ihrer Götter
ein. In der Mythologie Hawaiis spielte der Hai ebenfalls eine
große Rolle.
Hier
gab es weibliche und männliche Haigötter; und auf
einigen Inseln werden auch Sternbilder mit Taten von Haien erklärt.
Auch heute halten in vielen Teilen der Südsee Haie ihren
Platz in der Mythologie und in den Gischten der "Alten";
auf Hawaii protestierten die dortigen Ureinwohner in den 80er
Jahren gegen die Treibjagd auf Haie um die Strände für
Surfer und Schwimmer sicherer zu machen. Sie bezeichneten die
zur Schaustellung der getöteten Haie als ein respektloses
Verhalten gegenüber diesen Tieren.
Wer
kennt nicht die Zeichnungen und Gemälde aus der Zeit
des Mittelalters, als der Mensch begann mehr und mehr die Meere
zu erobern. Es spiegelten sich wohl mehr die Ängste der
Seefahrer in diesen Bildern wider, als dass diese der Realität
entsprachen.
Geschichten, wo Fischer einen großen Hai fingen und sie
einen Ritter samt seiner Rüstung in seinem Magen fanden,
gehören ebenso in das Reich der Märchen wie, die Berichte
von Seefahrern und Fischern, welche von riesenhaften Seeungeheuern
berichteten, die ganze Schiffe zermalmten, um die darauf befindlichen
Menschen erbeuten zu können.
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