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Foto: Harald Bänsch |
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Der größte Vertreter
der Haie ist ein Filtrierer, der Walhai.
Er erreicht eine Maximallänge von etwas über 12 Metern
mit einem Gesamtgewicht von über 20 Tonnen. Auch der zweit
und drittgrößte Vertreter ist ein Filtrierer: der
Riesenhai und der Riesenmaulhai.
Der
größte fleischfressende Hai ist der Weiße Hai
mit einer maximalen Länge von etwas über 7 m und einem
maximalen Gewicht von 3500 kg. Unbestätigten Informationen
zur Folge, soll der Tigerhai sogar über 8 m lang werden,
doch fehlen hier bestätigte Messungen.
Der kleinste Vertreter der Haie stammt aus der Tiefsee: es ist
der Zwerghai. Mit einer Gesamtlänge von ca. 20cm dürfte
dieser nicht nur seinem Namen nach der Zwerg unter den Haien
sein.
Doch da die Tiefsee noch lange nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben
hat, dürfen wir noch neue Erkenntnisse zu diesem Thema
erwarten.
Haie zeigen generell ein sehr
langsames Wachstum. Dieser Umstand verhindert es, dass sie schnell
auf Umweltänderungen reagieren können, oder dem Fischereidruck
standhalten.
In Aquarien gepflegte Haie wachsen oft schneller (um mehrere
Zentimeter im Jahr), als in ihrer natürlichen Umgebung
(meist nur ein oder zwei Zentimeter pro Jahr oder sogar weniger,
Ausnahmen können jedoch auch wesentlich schneller wachsen).
Ein wichtiger Faktor für das Wachstum scheint auch die
Wassertemperatur zu sein.
Die nationale Fischereiorganisation (NMFS) der USA hat in den
70er und 80er Jahre ein groß angelegtes Markierungsprogramm
durchgeführt. Hier wurden Haie gefangen und mit einer Marke
versehen. Der Hai wurde, bevor er wieder ins Wasser entlassen
wurde, vermessen und gewogen bzw. das Gewicht geschätzt.
Als solch markierte Tiere zu einem späteren Zeitpunkt wieder
gefangen wurden, konnten wichtige Informationen gesammelt werden.
Bei einem Grönlandhai stellte man mit dieser Methode fest,
dass dieser lediglich 5mm pro Jahr an Größe zugelegt
hatte.
Ein weiterer Grund dürfte der langsame Stoffwechsel der
Haie sein, einige Haie fressen nur jeden zweiten oder dritten
Tag und andere scheinen richtige Fastenperioden durchzuführen.
Langsames Wachstum bedeutet aber auch, dass diese mehr Zeit
benötigen, um die Geschlechtsreife zu erreichen - bei einigen
bis zu 15 oder gar 30 Jahren.
Haiarten wie der Dornhai können wahrscheinlich ein biblisches
Alter von bis zu 100 Jahren erreichen, der Walhai bis zu 70
Jahren und der Große Weiße Hai immerhin über
25 Jahre. Eine späte Geschlechtsreife mit wenigen Nachkommen
scheint mit einem hohen Alter einher zugehen. Ein schnelles
Wachstum mit früher Geschlechtsreife und einer großen
Nachkommenschaft dagegen mit einer auf wenige Jahre begrenzten
Lebenserwartung. Dies sind biologische Mechanismen die dafür
sorgen, dass eine Art sich nicht zu schnell und stark verbreiten
und damit ihre Nahrungsgrundlage über Gebühr strapazieren
kann. Ein Prozess der leider immer wieder durch menschliche
Eingriffe gestört oder außer Kraft gesetzt wird!
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