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Erich Ritter

Drohverhalten

Das „Hunching“ – oder Buckeln - ist ein Verhalten, das früher und leider auch heute noch immer mit Drohverhalten umschrieben wurde resp. wird.

Dies konnte jedoch nie bewiesen werden und es scheint vielmehr so zu sein, dass es sich um Verhalten hat, das durch Saugfische ausgelöst wird, die sich an den Tieren festsaugen und es versucht, diese loszuwerden.

Dass die Haie sich dabei „verrenken“ wurde fälschlicherweise als Drohung gegenüber uns Menschen interpretiert. Nichtsdestotrotz sieht man
„Buckeln“ auch ohne Saugfische. Das geschieht dann, wenn ein Hai sich einen Menschen nähert und dabei die beiden Brustflossen nach unten druckt. Dieses Runterdrückn bewirkt, dass ein „Buckel“ entsteht.
Doch auch hier ist die Bedeutung eine Andere. Durch das Runterdrücken der Brustflossen werden sie seitlichen Oberflächen erhöht, was eine verbesserte Mobilitaet liefert. Diese ist notwendig, sollte das unbekannte Objekt Mensch plötzlich agieren und das Tier wäre gezwungen schnell in irgendeine Richtung wegzuschwimmen. Entsprechend kann man sagen, dass das Buckeln in einer solchen Situation (meist gesehen am inneren Kreis) nicht ein Drohverhalten darstellt, sondern als „Vorsichtsverhalten“ von Seiten des Tieres interpretiert werden muss.

Als „Gaping“ wird ein Verhalten bezeichnet, bei dem der Hai ein langsames Öffnen und Schliessen mit dem Maul durchführt. Dies wird gängigerweise als Drohverhalten gegenüber anderen Haien interpretiert. Dieses Verhalten muss vielleicht aber ein bisschen weitergefasst werden und könnte auch als generelles Verhalten dienen, bei dem ein Hai seine „Unsicherheit“ ausdrückt, da es oft auch gegen Dinge wie Boote etc. eingesetzt wird. Demgegenüber ist „Gähnen“ ein selbstausgelöstes Verhalten und wird dann eingesetzt, wenn ein Tier gefressen hat, die Kiefer resp. deren Muskeln nicht wieder richtig in die Ausgangslage zurückversetzt wurden und dies in einem nochmaligen, verlangsamten Beissakt erreicht werden soll.