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Die Welt der Haie
Vom Strand bis zur Tiefsee

Haie besiedeln fast alle Bereiche der Weltmeere, von den Lagunen bis hin zur lebensfeindlichen Tiefsee und mit einigen Ausnahmen auch Flüsse und Seen. Um in diesen so unterschiedlichen Habitaten erfolgreich bestehen zu können, haben sie sich ihren Lebensräumen perfekt angepasst.
Um besser verstehen zu können, wie sich die Haie im Verlauf der Evolution für Jagd auf ihre Beute angepasst haben, ist es hilfreich etwas über das Ökosystem der Haie zu erfahren.

Die Erdoberfläche ist zu 72% von Wasser bedeckt, zu mehr als zwei Drittel mit Salzwasser. Die
durchschnittliche Tiefe der Meere beträgt ca. 2.800 m. Sie erstrecken sich von extrem flachen Uferzonen, über einige hundert Meter tiefes Wasser oberhalb des Kontinentalschelfs, bis hin zur Tiefsee, auch Abyssal genannt.
Ähnlich wie auf dem Festland, wo es Berge, Täler, Ebenen, bewaldete Gebiete oder auch Wüsten gibt, finden wir auch in den Meeren eine große Vielfalt an Lebensräumen. Seegraswiesen, Korallenriffe, Geröllhalden, Canyons um nur einige zu nennen.

Zweidimensional beschrieben, könnte man die Meere in horizontale und vertikale Wasserzonen einteilen. Ausgehend vom Äquator bis zu den Polen kann man (z.B. nach Wassertemperatur) verschiedene horizontale Regionen eingrenzen, vertikal lässt sich die Wassersäule in drei Tiefenzonen aufteilen:

bis ca. 100 Meter Tiefe liegt der lichtdurchflutete Teil, hier lebt der mit Abstand größte Teil der Haie.

von ca. 100 Metern bis ca. 1.000 Meter Tiefe liegt die Dämmerzone, tiefer noch beginnt die ewig dunkle Zone.

Der
Meeresboden in der Tiefe ist gekennzeichnet durch einen konstanten "Regen" aus abgestorbenen Organismen, der diesen ständig aufgestockt und ergänzt. Tiere die sich hier behaupten wollen, müssen sich diesem Lebensraum auf eine kompromisslose Art und Weise anpassen.